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Foto: APA/ZEDROSSER/4NATURE/WWF
Wien - In Oberösterreich sind die ersten Schneespuren eines Braunbären entdeckt worden: Der Winterschlaf ist zu Ende, wie der WWF am Donnerstag in einer Aussendung berichtete. Mit dreiwöchiger Verspätung haben das frühlingshafte Wetter und die Sonnenstrahlen die Tiere jetzt erst aus ihren Höhlen gelockt.

Nach fast fünf Monaten Ruhe tapsen die ersten der 25 bis 30 Bären in Österreich aber noch recht zaghaft durch die Wälder - sie müssen sich erst ans Wachsein gewöhnen. Von "Bärenhunger" kann daher keine Rede sein: Das Verdauungssystem braucht nach der langen Pause erst Zeit, um auf Touren zu kommen, so der WWF.

Jetzt stelle sich auch die spannende Frage, ob es heuer Junge geben werde, um den Bestand von Braunbären in Österreich zu vergrößern. "Im vergangen Jahr gab es leider keinen Nachwuchs und der Lebensraum der Bären wird zusehends enger", so WWF-Experte Norbert Gerstl. Deshalb haben die großen braunen Tiere in Österreich sogar eigene Anwälte: Die Bärenanwälte kümmern sich um den Bestand der Tiere und um ein konfliktfreies Zusammenleben mit den Menschen. Zusätzlich soll das EU geförderte Projekt "Life" die Wanderkorridore sichern und den Zuzug von Bären aus Slowenien ermöglichen. (APA)