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Die Public Patent Foundation und das Software Freedom Law Center haben ihre Sorge über ein IP-Patent von Microsoft geäußert. Das bewilligte Patent (Nummer 6,101,499) hat eine Methode zur automatischen Generierung einer IP-Netzwerkadresse zum Inhalt - doch sehen Kritiker eine Gefahr für die neue Generation des Internet.

"Es ist IPv6"

Das Patent wurde bereit 1998 eingereicht und im August 2000 dann auch zugeteilt. Die patentierte Methode vereinfacht Netzwerk-Verbindungen und deren Verwaltung in kleinen IP-Netzen ohne eigenen DHCP-Server. Aus Sicht der Anwälte der Public Patent Foundation und des Software Freedom Law Center weist das Patent "mehr als zufällige Ähnlichkeiten und Übereinstimmung mit vielen Funktionen, die IPv6 bietet" auf, zitiert die Zeitschrift eWeek den Anwalt Frank Bernstein.

Zu wenig Platz

Das Internet Protocol Version 6 (IPv6) soll die neue Grundlage des Internet darstellen und IPv4 ablösen. Die Neuentwicklung ist vor allem deshalb notwendig, da der Adressraum im Internet immer kleiner wird. IPv6 soll jedoch auch weitere Verzüge bringen - etwa in den Punkten Verschlüsselung, Authentisierung und Streaming. Die Public Patent Foundation ortet nun die Gefahr, dass Microsoft sich das Patent in einigen Jahren, wenn IPv6 zum Standard werden soll, für seine Zwecke nutzen könnte, auch im Kampf gegen Open Source und Co. Zudem sei das Patent nicht zu vergeben gewesen, meinen die beiden Organisationen, denn die Entwicklung war schon vor dem Patentantrag von Microsoft im Gange.(red)