Steyr - Geständig zeigte sich ein Bankangestellter aus Oberösterreich in einem Prozess am Donnerstag im Landesgericht Steyr. Ihm wurde ein Betrug mit einer Schadenshöhe von 2,2 Mio. Euro vorgeworfen. Geld für Renovierung benötigt

Die Taten des Angeklagten reichen bis in das Jahr 1973 zurück. Er erbte eine renovierungsbedürftige Immobilie. Das nötige Geld dafür besorgte er sich durch Manipulationen in der Bank. Zuerst kleinere Beträge, später immer größere.

Manipulationen fielen jahrelang nicht auf

Er ging schließlich soweit Kreditkonten auf Namen von Kunden zu eröffnen. Wenn die Darlehen, die gar nicht aufgenommen wurden, fällig waren und Mahnschreiben hinausgingen, hielt er diese zurück. Das Minus deckte er dann wieder mit fremden Geld. Die Manipulationen fielen lange nicht auf.

Kunde wurde misstrauisch Im Frühjahr 2004 entging dem Bankbeamten ein Mahnschreiben. Der Kunde wurde misstrauisch und begann nachzufragen, welchen Kredit er aufgenommen habe. Die Affäre flog auf. Bei ihrer Untersuchung stellte sich heraus, dass der Beamte insgesamt über neun Mio. Euro herumgeschoben hatte, der Schaden beträgt dabei insgesamt 2,2 Mio. Euro. (APA)