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Peter Kenyon

Foto: REUTERS/Mike Finn-Kelcey
London - Das Nachspiel zum Champions League-Hinspiel FC Barcelona - FC Chelsea (2:1) erfährt fast täglich eine verbale Verlängerung. In der Auseinandersetzung zwischen Jose Mourinho, dem Trainer der Londoner, und der UEFA hat sich nun der Arbeitgeber vor seinen portugiesischen Angestellten gestellt. Peter Kenyon, der Exekutiv-Vorsitzende des englischen Tabellenführers, hat am Donnerstag die Vorwürfe gegen Mourinho als "beispiellosen Angriff" gegen den Verein bezeichnet und rechtliche Schritte angekündigt.

Mourinho hatte sich bei besagtem Spiel zu einem angeblichen Pausen-Gespräch zwischen Referee Anders Frisk und Barca-Coach Frank Rijkaard öffentlich geäußert. Die UEFA hatte den 42-Jährigen daraufhin der "Verbreiterung falscher Aussagen" bezichtigt und gegen ihn auch Ermittlungen aufgenommen. "Diese Behauptung zieht die Integrität des Vereins in Zweifel. Wir werden sie nicht unwidersprochen hinnehmen", polterte Kenyon, der sich außerdem Sorgen macht, dass Mourinho anlässlich seiner Anhörung vor dem UEFA-Exekutiv-Komitee fair behandelt wird.

"Die Art und Weise der öffentlichen Äußerungen gibt Anlass zur Sorge darüber, dass wir keine unparteiische Anhörung bekommen werden", meint der Funktionär. Einige Leute in der UEFA hätten beschlossen, ihre eigenen Kriterien von Fairness und korrektem Verfahren zu ignorieren, indem sie die Vorwürfe gegen den Trainer in der Öffentlichkeit diskutieren. "Unsere Zeugen wurden dabei bereits ohne jede Chance auf ein Hearing oder Selbstverteidigung als Lügner abgestempelt. Das widerspricht allen Gerechtigkeitsprinzipien", ärgert sich Kenyon. (APA/Reuters)