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Walter Bau-Gläubiger zeigen sich im Grunde mit dem Verkaufskonzept einverstanden

Foto: Reuters/MICHAELA REHLE
München - Für den Verkauf von Teilen des insolventen Baukonzerns Walter Bau an die Strabag-Gruppe deutet sich nach Angaben des vorläufigen Vergleichsverwalters Werner Schneider die Unterstützung durch die Gläubiger an.

Bei einem informellen Treffen des Gläubigerausschusses von Walter Bau habe es "keine Hinweise auf elementare Kritik an der Umsetzung des Konzeptes gegeben", sagte Schneider nach Angaben des Unternehmens am Donnerstag in Augsburg. Die förmliche Sitzung des Gläubigerausschusses ist nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für den 6. April geplant. Der Gläubigerausschuss, in dem die wichtigsten Gläubiger wie die Banken vertreten sind, überwacht den Insolvenzverwalter und ist grundsätzlich auch an möglichst hohen Einnahmen aus der Verwertung von Bereichen insolventer Firmen interessiert.

Schneider reagierte damit auf Kritik aus der Branche, er habe sich nach der Insolvenz des einst viertgrößten deutschen Baukonzerns zu schnell auf einen Verkauf wichtiger Teile an die österreichische Strabag-Gruppe festgelegt. Der Chef von Branchenführer Hochtief, Hans-Peter Keitel, hatte am Mittwoch gesagt, es sei schade, dass keine "offenere Debatte" um die Walter Bau geführt worden sei. Die "Financial Times Deutschland" berichtete am Donnerstag, in Branchenkreisen würden auch die Preise für die Übernahme wichtiger Teile von Walter Bau für außergewöhnlich niedrig gehalten. (APA/Reuters)