Boston - Der Supercomputer BlueGene/L des US-Konzerns IBM hat seinen eigenen Rechenrekord fast verdoppelt. Laut einer Mitteilung des US-Energieministeriums, das BlueGene im Einsatz hat, stellte die Rechenmaschine mit einer Leistung von 135,3 Teraflops eine neue Bestleistung auf. BlueGene hat damit seine eigene Bestleistung aus dem Vorjahr von 70,7 Teraflops pulverisiert.

Mit der neuen Bestleistung hat BlueGene seinen schärfsten Verfolger, einen von Silicon Graphics (SGI) für die NASA entwickelten Supercomputer, erneut in die Schranken gewiesen. SGIs Maschine hält bei einem im November vergangenen Jahres aufgestellten Rekord von 51,9 Teraflops. Teraflops steht für "Trillion floating-point operations per second", also Bio. Rechenschritte pro Sekunde.

BlueGene, der ursprünglich für die Genforschung entwickelt worden war, steht im Lawrence Livermore National Laboratory und wird unter anderem von der nationalen Atombehörde für Berechnungen über die "Sicherheit" von Atomwaffen eingesetzt. Die Maschine ist noch ausbaufähig. Ihre jetzige Spitzenleistung wurde mit der Hälfte der verfügbaren Kapazitäten erreicht. Im Endausbau, der noch im Sommer vonstatten gehen soll, soll der Supercomputer auf 360 Teraflops kommen. (pte)