• Unternehmer (nicht aber Privatpersonen) können (schon seit 2002) Geld- und Sachspenden in Katastrophenfällen steuerlich voll absetzen, wenn sie mit einem Werbeeffekt verbunden sind. Dabei genügt es, wenn der Werbeeffekt durch eine Erwähnung der Spende in Medien oder in firmeneigenen Werbeträgern (zB in Rund¬schreiben an Kunden, Prospekten oder Inseraten, auf Plakaten im Geschäft bzw auf der firmeneigenen Homepage) dokumentiert wird (bitte unbedingt für die nächste Steuerprüfung eine Dokumentation aufbewahren).
  • Von der Flutkatastrophe betroffene Personen, die den Aufenthalt in den betroffenen Regionen glaubhaft machen, können ohne Nachweis pauschal 1.000 Euro (bzw 500 Euro bei Kindern bis zu 7 Jahren) als außergewöhnliche Belastung für die Ersatzbeschaffung von Gegenständen absetzen. Werden hingegen die tatsächlichen Ersatzbeschaffungskosten geltend gemacht, können nur Kosten für die Gegenstände der „üblichen Lebensführung“, wie zB Bekleidung, Gepäck, jedoch nicht Luxusgüter (zB Sportgeräte, Foto- oder Filmausrüstung) abgesetzt werden. Die Reisekosten von betroffenen Angehörigen in das Katastrophengebiet können pauschal mit 1.000 Euro als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden. Ein Selbstbehalt ist nicht anzusetzen.
  • Weiters sieht der Erlass Befreiungen von der Schenkungssteuer, von Gebühren und Verwaltungsabgaben sowie verfahrensrechtliche Erleichterungen vor.