Salzburg - Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wurde am Freitag im Bundesland Salzburg ein Fall von ansteckender Gehirnhautentzündung bekannt: In Obertrum (Salzburg-Umgebung) ist ein zweieinhalbjähriger Bub an Meningitis erkrankt. Das Kleinkind wird seit vier Tagen im Salzburger Landeskrankenhaus behandelt. Sein Zustand ist nach Angaben von Oberarzt Wolfgang Radauer stabil, wie der ORF Salzburg berichtete.

"Das Kind ist stabil und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Der Bub hat eine sofortige antibiotische Therapie erhalten und wird entsprechend intensiv-medizinisch behandelt", so Radauer. Es sei eine besonders ansteckende Form der Gehirnhautentzündung. "Es ist eine Entzündung, die durch sehr engen Kontakt übertragen werden kann. Somit sind alle Personen potenziell gefährdet, die in letzter Zeit in nächster Umgebung zu dem Kind waren."

Bei den 27 Kinder, die in der Krabbelstube Kontakt mit dem erkrankten Buben hatten, wurde eine antibiotischen Prophylaxe durchgeführt. Wenn diese greift, sei die Gefahr nach 24 Stunden gebannt. Die Eltern der betroffenen Kleinkinder sind informiert, ebenso die Praktischen Ärzte und Apotheker im Raum Obertrum. Die Krabbelstube bleibt geöffnet. Bereits Ende vergangener Woche war in Hallein ein 17-jähriger an Hirnhautentzündung erkrankt.(APA)