Für die verfassungsrechtliche Verankerung von "Pfeilern unserer Schulphilosophie" spricht sich Bundespräsident Heinz Fischer aus. Andererseits könne man von den derzeit "weit gespannten umfassenden Zwei-Drittel-Bestimmungen vieles in einfache Gesetzgebung überführen", so Fischer in einem Interview mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe). Er habe "nicht die Angst, dass in jeder Legislaturperiode die totale Veränderung angesagt ist, wenn man im Bereich der Schulorganisation mehr Regelungen einfachgesetzlich beschließt". "Pfeiler der Schulphilosophie" sind für Fischer die freie Zugänglichkeit der Schulen, das Fehlen sozialer Barrieren, das Vertreten "bestimmter humanistischer und demokratischer Prinzipien im Unterricht" sowie die Einhaltung der Bestimmungen des Konkordats. Konkret sprach er sich auch für die Verankerung des Religionsunterrichts und der Schulgeldfreiheit aus. (APA9