Flagge zeigen

Unangenehm patriotisch wirkt der Klassiker von Havaianas trotz Brasilien-Flagge nicht: Diese pickt so schlampert auf dem Plastikriemen, als gelte es, damit Subversivität zu demonstrieren. Sonst aber tadellos verarbeitet, sehr zart auf dem Vorderfuß wie auch zwischen den Zehen und ebenfalls mit Gratismassage durch den Feinripp auf dem Fußbett. Ideal für schmale Füße.

Havaianas: Brasil, bei Humanic, 24,95 Euro

5 von 6 Punkten

Foto: Thomas Korn

Noppen streicheln

Crocs hat den gewöhnlichen Gartenschuh in der Großstadt tragfähig gemacht - nun wagen wir einen Asphalttestlauf in deren Strandschlapfen. Haben die eigenen Füße die Optik von Gesundheitsschuhen erst einmal überdeckt, fallen nächste Schritte leicht: Sanft gestreichelt von den Noppen auf der Innensohle, geht es mit gutem Halt durch weiche Riemchen sehr bequem und flott voran.

Crocs: Crocband Flip, bei Stiefelkönig, 24,95 Euro

5 von 6 Punkten

Foto: Thomas Korn

Schaum schlagen

So unübersehbar wie der Markenname ist beim Hilfiger- Schlapfen, dass er als Einziger im Testsample Textilriemen hat. Angenehm: Diese reiben auch in nassem Zustand nicht. Die weiche Schaumstoffsohle ist sein größter Vor- und Nachteil zugleich: Sie dämpft harte urbane Untergründe wie Beton, bringt einen aber auch durch insgesamt geringeren Halt ein wenig ins "Schleudern".

Tommy Hilfiger: Bay Zehentrenner, bei Salamander, 34,90 Euro

4 von 6 Punkten

Foto: Thomas Korn

Hart auftreten

Wer auf braun-orange-gemusterte Vorzimmertapeten aus den 1970ern steht, bettet seine Füße auf Zehentreter von Boss. Trotz der lässigen Retrooptik bleibt aber womöglich der Schuh auf der Strecke: Mit schmalen Füßen verliert man ihn nämlich. Die seltsam nach unten gewölbte, sehr harte Sohle hält zwar bestimmt ewig, sie ist aber wie auch die Plastikriemen unangenehm steif.

Boss Orange: Zehensandale Waikkon, bei Salamander, 49,90 Euro

3 von 6 Punkten

(Sascha Aumüller, Rondo, DER STANDARD, 23.5.2014)

Foto: Thomas Korn