Ein Held, der erst zu einem solchen werden muss: Tom Cruise in "Edge of Tomorrow".

Foto: Warner Bros.

Ein Mann erwacht wieder und wieder am selben Tag. Um ihn herum herrscht Krieg, Aliens mit flüssigmetallischen Medusenhäuptern haben die Menschheit schon fast besiegt. Und der US-Medienoffizier in der Zeitschleife ist alles andere als ein Kämpfer. Aber er wird es schon noch lernen.

Das 3-D-Actionspektakel Edge of Tomorrow macht seinen Helden nämlich zu einer Art Spielfigur in einer Gamestruktur. Ausgehend vom immergleichen Punkt gelangt man zu immer höheren Levels und der Major (Tom Cruise) lernt mithilfe des "Engels von Verdun" (Emily Blunt) nicht nur das Schießen und Schlagen. Regisseur Doug Liman (Bourne Identity) hat zweifellos ein Gefühl für Timing. Cruise überrascht zunächst in der Rolle des Antihelden. Aber dann ruft er leider doch nur seine schauspielerischen Standardroutinen ab, die Wiederholung wirkt auf Dauer trotz zeitlicher Vorrückung ermüdend. (irr, DER STANDARD, 28.5.2014)