Das Gesundheitsministerium empfiehlt eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte.

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Das Gesundheitsministerium hat eine Studie der wissenschaftlichen Literatur zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Aluminium veröffentlicht. Vorsorglich solle man Kontakt möglichst reduzieren, hieß es von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ).

Aktueller Wissensstand

Die Literaturstudie trägt den Titel "Aluminium-Toxikologie und gesundheitliche Aspekte körpernaher Anwendungen" und fasst den aktuellen Wissensstand in Bezug auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Aluminium und seinen Verbindungen in verbrauchernahen Produkten zusammen. Stöger empfiehlt den Verbrauchern eine Reduktion aluminiumhaltiger Produkte. "Zwar kann die Gesundheitsgefährdung derzeit weder bestätigt noch widerlegt werden, es ist allerdings ratsam, vorsorglich auf Produkte zu verzichten, die Aluminium enthalten."

Im Vorfeld der Veröffentlichung hätte das Gesundheitsministerium Wissenschafter der MedUni Wien sowie Fachleute der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu einer Expertenkonsultation eingeladen. Diese hätten übereingestimmt, dass die Literaturstudie die momentane Datenlage über Aluminium objektiv und richtig wiedergebe.

Das Fazit der Studie besagt zwar, dass die gegen Aluminium zahlreich bestehenden Verdachtsmomente derzeit auf wissenschaftlicher Basis weder erhärtet noch widerlegt werden können. Ein präventiver Verzicht wird jedoch empfohlen, da die Langzeiteffekte bisher nicht erfasst werden konnten. Derzeit kommt der Gebrauch von Aluminium in Lebensmitteln, Kosmetika, Lebensmittelkontaktmaterialien und rezeptfreien Antazida (Arzneimittel zur Reduktion von Magensäure) vor. (APA, derStandard.at, 11.6.2014)