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Die Twitter-Fragestunde hat sich das Management von Robin Thicke wohl etwas anders vorgestellt.

Foto: ap/Powers Imagery

Gefallene Schutzzonen: In den USA stand vergangene Woche gleich zweimal nichts Geringeres als das Selbstbestimmungsrecht von Frauen zur Diskussion. Im Bundesstaat Massachusetts wurden die Schutzzonen vor Einrichtungen, in denen Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen, aufgehoben. Medizinisches Personal und Patientinnen müssen sich somit auf weitaus näheren Kontakt mit Abtreibungsgegnerinnen einstellen. "The Atlantic" berichtete indessen, dass es einen Zusammenhang zwischen Verschärfungen bei den Gesetzen zu Abtreibungen und einem Boom von illegalen Abtreibungspillen aus Lateinamerika gibt.

Keine kostenlose Verhütung: Schwerer könnte sich in Zukunft auch der Zugang zu Verhütungsmitteln in den USA gestalten. Der Supreme Court urteilte, dass Versicherungen von Unternehmen keine Kosten für Verhütungsmittel übernehmen müssen, wenn das Unternehmen das aus religiösen Gründen ablehnt. Protest von Feministinnen gab es unter anderem auf Twitter unter dem Hashtag #NotMyBossBusiness

Und das "Bitch"-Magazin thematisierte, wie die drei Richterinnen des Supreme Court – drei von sechs – entschieden haben, und schreibt: Alle Frauen im Supreme Court verstehen, dass Religion keinen Einfluss auf die Politik rund um Geburtenkontrolle haben soll.

Fragestunde: In den Social-Media-Kanälen lief es für den Musiker Robin Thicke diese Woche nicht besonders. Eigentlich sollte der Hashtag #AskThicke vor allem der Promotion von Thickes neuem Album "Paula" dienen, es wurde wohl eher mit wohlwollenden Fragen gerechnet. Doch so schnell vergisst man offenbar auch auf Twitter nicht. Das sexistische Video zu seinem Song "Blurred Lines" von vergangenem Sommer war vielen noch in lebhafter Erinnerung, und so gab es unter #AskThicke vor allem Fragen dieser Sorte:

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Nochmals zur Bundeshymne: Von Andreas Gabalier muss man in Sachen Sprachpolitik nichts erwarten, aber sehr wohl von Radiostationen, allen voran dem öffentlich-rechtlichen ORF, ergänzt die Denkwerkstatt die Diskussion um die "Töchter" in der Bundeshymne. (red, dieStandard.at, 4.7.2014)