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Die Bauernbünde orten eine "Verschleuderung der Lebensmittel"

Foto: AP/Schoelchen

Der Österreichische Bauernbund hat am Donnerstag, die Supermarktkette Zielpunkt bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) für seine im aktuellen Flugblatt beworbene Milch-Schleuderaktion angezeigt. "Dieses Mal muss H-Milch als stark rabattierter Lockartikel herhalten. "Das anstehende Feiertagswochenende wird vom Handel wieder dafür genützt, wertvolle Lebensmittel zu verschleudern", stellt Bauernbund-Direktor Johannes Abentung in einer Aussendung fest. Der Bauernbund hatte auch die Diskontkette Penny von Rewe Mitte September wegen eines ähnlichen "Milch-Schleuderpreises" bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) angezeigt.

Zielpunkt bezeichnet die Vorgangsweise gegenüber der Austria Presseagentur als "überzogen". Es handle sich beim 54-Cent-Angebot für einen Liter Haltbarmilch "um einen Aktionspreis" und nicht um einen branchenüblichen Preis.

Arbeitsgruppe

Im Bauernbund wurde indes von den Direktorinnen und Direktoren der Landesbauernbünde eine Arbeitsgruppe "Preis-Wert-Sicherheit" eingerichtet. Sie soll sich um das Monitoring des Lebensmitteleinzelhandels und dessen Preispolitik kümmern, heißt es in der Aussendung. Künftig will sich die Arbeitsgruppe auch den Rabattschlachten widmen:

Abentung zufolge seien heimische Qualitätserzeugnisse gerade auch im Ausland höchstbegehrt. "Seit Jahren steigen die Exportquoten im Agrarbereich kontinuierlich an – wir haben es nicht nötig, ausgezeichnete Qualität zu verschleudern", verweist der Bauernbund-Direktor abschließend darauf, dass schon in Kürze die 10 Milliarden EUR-Schallgrenze bei den österreichischen Lebensmittelexporten durchbrochen werden sollte. (red, derStandard.at, 30.10.2014)