Wien - In der Schweiz wird das Thema gerade heftig diskutiert: Die Eidgenommen sind aufgerufen, darüber abzustimmen, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Goldreserven auf 20 Prozent aller Aktiva fast verdreifachen sowie sämtliche Goldbestände aus dem Ausland heimholen muss. Bei der Deutschen Bundesbank ist die Übersiedelung bereits in Gange. Bis 2020 mehr soll wieder mehr als die Hälfte der zuletzt 3.387 Tonnen in Deutschland lagern.

Auch bei der niederländischen Zentralbank sind nun 122 Tonnen Gold aus Tresoren in New York in ihren Hauptsitz in Amsterdam übersiedelt worden, wie die Zentralbank mitteilt. Die nationalen Goldreserven der Niederlande von insgesamt 612,5 Tonnen werden demnach nun zu 31 Prozent in Amsterdam, 31 Prozent in New York, 20 Prozent im kanadischen Ottawa und 18 Prozent in London aufbewahrt.

In Österreich macht sich unter anderem der FPÖ-Nationalratsabgeordneter Gerhard Deimek für eine andere Goldpolitik der Nationalbank stark. Die OeNB sollte ihren physischen Goldbestand erhöhen und die im Ausland lagernden heimischen Goldreserven zurückholen. (APA/red, derStandard.at, 24.11.2014)