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Tja.

Foto: APA/EPA/Stringer

Hat gute Erinnerungen an Villarreal: Christoph Leitgeb.

Nyon/Salzburg - Am Sonntag waren Red Bull Salzburg und Atletico Madrid quasi Schicksalsgenossen. Die amtierenden Fußballmeister ihrer Länder mussten in ihren Ligen jeweils Heimniederlagen einstecken. Salzburg bekanntermaßen gegen Rapid, Atletico gegen Villarreal. Das ist insofern interessant, als sich Salzburg bald mit Villarreal messen muss: im Sechzehntelfinale der Europa League - am 19. Februar in Spanien und am 26. Februar in Salzburg. So ergab es die Auslosung in Nyon (Schweiz).

Trainer Adi Hütter kommentierte das Los so: "Uns steht eine sehr schwere Aufgabe bevor, auf die wir uns aber freuen." Die Salzburger hätten auch den FC Liverpool, die AS Roma oder Titelverteidiger FC Sevilla erwischen können, aber auch Young Boys Bern, Aalborg oder Trabzonspor.

Marcelino Garcia, sein spanisches Pendant, zeigte Respekt vor den Österreichern. "Salzburg ist ein sehr gutes Team, das mit Leichtigkeit Tore erzielt", sagte er, meinte aber auch: "Ich glaube, es hätte uns auch noch schlimmer treffen können." Optimistisch stimmt den 49-Jährigen die offensive Spielweise der Salzburger. "Das kommt uns eher entgegen als Mannschaften, die sehr defensiv eingestellt sind."

Ein weiterer Vorteil für Villarreal sei die höhere Qualität der spanischen Liga. "Wir müssen Woche für Woche ein höheres Niveau abrufen als die Salzburger".

Gelb

Villarreal liegt in der Primera Division nach 15 Runden auf Rang sechs. Stars des Teams sind der derzeit verletzte Mexikaner Giovani dos Santos, der nigerianische Stürmer Ikechukwu Uche oder Bruno Soriano - wie sein Salzburger Namensvetter Jonatan Soriano Kapitän seiner Mannschaft. Trainer ist seit Jänner 2013 der Spanier Marcelino.

In der Gruppenphase der Europa League musste sich der Klub aus der Kleinstadt bei Valencia nur Borussia Mönchengladbach um einen Punkt beugen. Die einzige Niederlage setzte es mit einem 2:3 beim FC Zürich.

Seine große Zeit erlebte das "gelbe U-Boot" ("submarino amarillo") Mitte des vergangenen Jahrzehnts. 2006 scheiterte Villarreal erst im Champions-League-Halbfinale an Arsenal, 2008 wurde man Vizemeister.

Erinnern und Beobachten

Bekanntschaft mit Salzburg machten die Spanier schon im Herbst 2009. Damals entschieden die Bullen beide Spiele in der EL-Gruppenphase für sich (2:0, 1:0). Da die Winterpause in der Primera Division eine kurze ist, bieten sich den Salzburgern noch ein paar Möglichkeiten, Villarreal zu beobachten. Sportdirektor Ralf Rangnick ist aber jetzt schon klar, "dass wir einen sehr guten Gegner bekommen haben".

Salzburg steht zum vierten Mal in der K.-o.-Phase der Europa League. In der Vorsaison scheiterte man im Achtelfinale am FC Basel. Die Achtelfinal-Paarungen werden, anders als in den letzten Jahren, erst nach dem Sechzehntelfinale gelost. (APA/red, DER STANDARD, 16.12.2014)

Die Paarungen:

  • Villarreal vs. FC Salzburg

  • Young Boys Bern vs. Everton
  • FC Torino vs. Athletic Bilbao
  • FC Sevilla vs. Borussia Mönchengladbach
  • VfL Wolfsburg vs. Sporting Lissabon
  • Ajax Amsterdam vs. Legia Warschau
  • Aalborg vs. Club Brügge
  • Anderlecht vs. Dinamo Moskau
  • Dnipro Dnipropetrowsk vs. Olympiakos Piräus
  • Trabzonspor vs. SSC Napoli
  • Guingamp vs. Dinamo Kiev
  • Liverpool vs. Besiktas
  • Celtic vs. Inter Mailand
  • Roma vs. Feyenoord
  • Tottenham vs. Fiorentina
  • Eindhoven vs. Zenit St. Petersburg