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Das FBI beschlagnahmte im Herbst mehrere Umschlagplätze im Deep Web.

Foto: APA/EPA/Rössler

Ein 44-jähriger US-Amerikaner namens Matthew Jones soll einer der berüchtigsten Drogendealer im Netz sein: Das sieht zumindest ein US-Gericht so, das den Texaner zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilte. Jones soll als "Caligirl", "Dynamite2k" und "Dynamite" auf der Silk Road, also dem ominösen Marktplatz im Deep Web, aktiv gewesen sein. Auf die Schliche kam dem Drogendealer das FBI, das eine Hausdurchsuchung durchführte und so Waffen, Drogen und Bargeld sicherstellen konnte.

Operation gegen Dark Web

Die US-Bundespolizei führte vergangenen September eine Operation gegen die "Silk Road" durch, der mehrere Verhaftungen folgten. Insgesamt sollen auf dem Umschlagplatz Drogendeals in der Höhe von bis zu einer Milliarde Dollar durchgeführt worden sein, wie der Orlando Sentinel berichtet. Das Deep Web, etwa durch den Anonymisierungsdienst Tor zu erreichen, sorgte immer wieder für Schlagzeilen – und liefert Gegnern von Verschlüsselung und Anonymisierungsservices Argumente. In einer überwiegenden Mehrzahl von Fällen werden Tor und Co aber legitim gegen Überwachung genutzt. (fsc, derStandard.at, 30.12.2014)