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Das Nomadenleben regt die Fantasie an: Festival in Kirgisistan.

Foto: EPA/IGOR KOVALENKO

Die angesagteste Destination des World Wide Web ist derzeit Kyrzbekistan. Der neue Staat twittert, hat einen Schwarzmarkt für Pizza und träumt vom Sieg des Fußballvereins Traktor Bishkent über Real Madrid. Während sich seine Philosophen mit Existenzialismus plagen, bietet der Präsident der internetaffinen Esten, Toomas Hendrik Ilves, diplomatische Beziehungen an.

Geburtshelfer der Nation war ausgerechnet die "New York Times". John Branch, mittlerweile Ehrenpräsident, vertippte sich und brachte Spaßvögel auf die Idee, das Land im Internet zu erschaffen. Solche Scherze kennt man gewiss nicht erst seit Loriots fiktiver Steinlaus im angesehenen Medizinlexikon. Das Internet ist eben manchmal auch Absurdistan. (sb, DER STANDARD, 17./18.1.2015)