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Fischer fangen äußerst seltenen Hai

Fischern ist vor der Westküste der Philippinen nahe der Insel Burias ein seltenes Meereswesen ins Netz gegangen. Der tote Riesenmaulhai (Megachasma pelagios) zählt mit einer Körperlänge von 4,5 Metern zu den größeren bekannten Exemplaren. Viele Vergleichsmöglichkeiten gibt es allerdings nicht; kaum mehr als ein paar Dutzend verlässliche Sichtungen im Atlantik und Pazifik sind von diesem seltenen Hai bekannt. Entdeckt hat man die Art erst 1976, seither wurden nur rund 60 Riesenmaulhaie gefangen oder beobachtet, der größte maß 5,6 Meter. Der Hai lebt von Kleinstlebewesen, die er mit seinem namensgebenden Maul einsaugt. Viel mehr ist nicht bekannt über die Lebensweise dieser Tiere. Bisherige Untersuchungen lassen aber vermuten, dass er den Krillschwärmen folgt und dabei in sehr tiefe Gewässer vordringt.

Foto: REUTERS/Rhaydz Barcia

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Lebenden Riesenkalmar auf Video gebannt

Weil wir gerade dabei sind, hier ein weiterer Vertreter jener rätselhaften Tierwelt, die sich hunderte Meter unter dem Meeresspiegel versteckt hält und nur selten beobachtet wird: Garnelen-Fischer haben am 22. Jänner in der Präfektur Toyama vor der zentralen Westküste Japans mit einem ihrer Netze diesen Riesenkalmar (Architeuthis dux) aus einer Tiefe von 300 Metern lebend an die Wasseroberfläche gezogen, wo er allerdings wenig später starb. Einem der Seeleute gelang es, den fast sechs Meter langen zehnarmigen Tintenfisch auf Video festzuhalten.

In den vergangenen 50 Jahren waren weniger als ein Dutzend dieser riesigen Kopffüßer beobachtet worden. Im Jahr 2001 gelang es erstmals, eines dieser Tiere lebend zu filmen. 2012 entstanden die ersten Aufnahmen eines ausgewachsenen Riesenkalmars in seinem natürlichen Lebensraum. Mysteriöserweise stieg die Zahl der Beobachtungen in Japan zuletzt rapide an: Nach Behördenangaben wurden in den vergangenen Monaten entlang der Westküste insgesamt acht Exemplare gefangen, allein vier in der Präfektur Toyama. Der Grund für die unverhältnismäßige Zunahme an Sichtungen ist Meeresbiologen vorerst noch schleierhaft.

Screenshot: NTV-NNN-JAPAN

Ein Satellit setzt Segel

Im kommenden Mai soll erstmals ein experimenteller Satellit seine Segel im All setzen. Die gemeinnützige Organisation "The Planetary Society" mit Sitz in Kalifornien schickt einen nur 10 Zentimeter kleinen Satelliten mit einer Atlas-5-Rakete in den Orbit, wo er ein 32 Quadratmeter großes Sonnensegel aus hauchdünner Polyester-Folie entfalten soll. Das Antriebsprinzip nutzt den Strahlendruck des Sonnenlichts aus: Photonen übertragen ihre winzigen Bewegungsimpulse auf die Folie, die in Summe allmählich zu Beschleunigung eines Raumschiffs führen sollen. Bei dem Test im Mai werden vorerst aber nur der Vorgang der Entfaltung und andere Systemkomponenten kontrolliert. Die Initiatoren rund um William Sanford Nye glauben, dass kostengünstige Antriebe wie dieser in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Raumfahrt leisten könnten. Bei einem weiteren Test im nächsten Jahr steht dann die Tauglichkeit des Systems selbst auf dem Prüfstand.

Foto: Josh Spradling/The Planetary Society

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Begann das Leben in kleinen heißen Poren?

Wie das Leben seinen Anfang nahm, zählt zu den großen Geheimnissen der Biowissenschaften. Damit sich kleine Biomoleküle zu komplexen Strukturen zusammenschlossen, aus denen wiederum selbst reproduzierende Lebenskeime hervorgingen, war unter anderem eine hohe Ausgangskonzentration dieser Biomoleküle erforderlich. Dass die "Ursuppe" tatsächlich so dick war, wird allerdings eher bezweifelt. Wissenschafter von der Universität München haben nun eine mögliche Lösung dieses Problems vorgestellt: In Laborversuchen konnten die Biochemiker nachweisen, dass Meerwasser, Gestein und Hitze – etwa durch Vulkane – zur Bildung von offenen, wasserdurchspülten Gesteinsporen führen können, die sich als günstige Reaktionsräume für die Entstehung erster Erbmoleküle wie RNA oder DNA erwiesen.

Foto: REUTERS/Hugh Gentry

Sternfresser in 1.300 Lichtjahren Entfernung

Wie ein gigantisches Weltraumungeheuer scheint dieser kosmische Nebel ganze Sternenfamilien in sich hinein zu saugen. Die neue Aufnahme des Very Large Telescope der ESO zeigt eine sogenannte kometenartige Globule, eine Molekülwolke mit der Bezeichnung CG4. Sie liegt knapp 1.300 Lichtjahre von der Erde entfernt im südlichen Sternbild Puppis (Achterdeck des Schiffs). Das vordere Ende von CG4 - das Objekt kennt man auch als "Hand Gottes" - entspricht dem sichtbaren Teil auf diesem Bild und gleicht dem Kopf der riesigen Kreatur; es hat einen Durchmesser von 1,5 Lichtjahren. Der Schweif der Globule – der sich nach unten hin erstreckt und auf dem Bild nicht sichtbar ist – hat eine Länge von etwa 8 Lichtjahren. Für astronomische Maßstäbe ist das eine verhältnismäßig kleine Wolke. Alle bisher gefundenen Globulen sind isolierte, relativ kleine Wolken aus neutralem Gas und Staub innerhalb der Milchstraße, die von heißem, ionisierten Material umgeben sind. Der Bereich des Globulenkopfs besteht aus einer dichten Gas- und Staubwolke, die nur sichtbar ist, weil sie vom Licht benachbarter Sterne angestrahlt wird.

Foto: ESO

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Eisbären-Penisknochen in Gefahr

Erst der Klimawandel und dann auch noch das: Eisbären haben es wahrhaftig nicht leicht. Dänischen Forschern ist aufgefallen, dass eine bestimmte Gruppe organischer Chlorverbindungen, die neben zahlreichen anderen Umweltgiften in der Arktis verbreitet ist, die Penisknochen der Polarbären schwächt - und zwar soweit, dass sie Gefahr laufen, während der Paarung zu brechen. Sogenannte polychlorierte Biphenyle führen nach Untersuchungen der Wissenschafter rund um Christian Sonne von der Universität Aarhus dazu, dass der intime Knochen an Dichte verliert. Welchen Einfluss dies auf die Eisbärenpopulation haben könnte, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Foto: AP Photo/Steven C. Amstrup, USGS

Neue Frühmenschenart entdeckt?

Dass Vertreter des Homo erectus bereits vor etwa einer Million Jahren in Asien verbreitet war, ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts durch die damalige Entdeckung des Java-Menschen bekannt. Mittlerweile existieren zahlreiche Belege dafür, dass der Frühmensch auch andere Regionen Asiens besiedelt hatte. Ein sensationeller Zufallsfund konnte Homo erectus nun auch für Taiwan nachweisen: Ein Fischer zog vor der Westküste der Insel aus 60 bis 120 Metern Tiefe neben einigen fossilen Tierknochen auch einen halben menschlichen Unterkiefer aus dem Meer.

Untersuchungen durch Wissenschafter rund um Chun-Hsiang Chang vom National Museum of Natural Science im taiwanesischen Taichung ergaben, dass der Knochen zwischen 450.000 Jahre und 190.000 Jahre alt ist. Die Form des Kieferfragments gibt den Forschern einige Rätsel auf. So ähnelt er eher jenen von afrikanischen und europäischen Homo-erectus-Vertretern als den Unterkiefern bisher bekannter asiatischer Frühmenschen. Weitere Analysen seien notwendig, erklärten die Wissenschafter, doch es bestehe die Möglichkeit, dass es sich bei dem Fund um eine bisher unbekannte Frühmenschen-Art handelt.

Foto: Y. Kaifu

Helikopter-Scout für den Mars

Auf der Erde werden Drohnen mittlerweile in vielen Bereichen als nützliche Helfer eingesetzt - doch das Betätigungsfeld der kleinen robotischen und ferngesteuerten Flieger könnte sich in nicht allzu ferner Zukunft bedeutend erweitern: Geht es nach einer Idee von NASA-Spezialisten, dann werden in einigen Jahren kleine Helikopterdrohnen auch auf dem Mars Dienst tun. Wissenschafter vom Jet Propulsion Laboratory arbeiten bereits an einem entsprechenden Fluggerät. Der Helikopter soll Forschungsziele für Rover wie "Curiosity" und seinen Nachfolgern auskundschaften und dafür sorgen, dass die Roboter auf ungefährlichen Routen unterwegs sind. Eine besondere Herausforderung stellt allerdings die dünne Kohlendioxid-Atmosphäre des Mars dar. Bei Tests mit einem ein Kilogramm schweren Prototypen in einer Vakuumkammer zeigte sich, dass sich die einen Meter langen Rotorblätter 40 Mal pro Sekunde drehen müssen, damit der Heli vom Marsboden abheben kann.

Screenshot: NASA/ JPL/ Caltech

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Fuchs von rätselhafter Seltenheit in der Fotofalle

Dieses Tier zählt zu den seltensten Säugetieren auf dem nordamerikanischen Kontinent. Nur mehr 50 Individuen, verteilt auf zwei isolierte Populationen im kalifornischen Teil der Sierra Nevada, sollen heute noch leben. Nun ist erstmals seit beinahe 100 Jahren ein Sierra-Nevada-Rotfuchs (Vulpes vulpes necator) im Yosemite National Park aufgetaucht. Eine Fotofalle schoss am 13. Dezember 2014 in einer abgelegenen Ecke im Norden des Parks diese Aufnahme. Seit seiner letzten bestätigten Sichtung im Jahr 1916 gilt die etwas kleinere Unterart des Rotfuchses im Yosemite National Park als ausgestorben. Biologen halten es für möglich, dass der scheue Sierra-Nevada-Rotfuchs schon seit Jahrzehnten im abgelegenen Hinterland des Parks lebt. Warum dieser Fuchs in den drei Nationalparks und 20 zusammenhängenden Wilderness Areas der Sierra Nevada so selten ist - der europäische Fuchs etwa zählt zu den erfolgreichsten Jägern überhaupt - stellt die Wissenschafter vor ein Rätsel. Die Theorien reichen von Konkurrenzdruck durch Kojoten über Rückgang an Beutetieren bis hin zu genetischen Inzuchtproblemen.

Foto: REUTERS/National Park Service

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London: "Dippy" muss weichen

Das Londoner Naturkundemuseum will Diplodocus "Dippy" in den vorläufigen Ruhestand schicken. Der 26 Meter lange Gipsabdruck eines Diplodocus carnegii sei bereits 110 Jahre alt und hätte schon bessere Zeiten gesehen, erklärte Museumskurator Michael Dixon. Daher soll "Dippy" auseinander genommen und katalogisiert werden. An seine Stelle rückt 2017 ein 25 Meter langes Blauwalskelett. Die Knochen stammen von einem 1881 an der Südostküste Irlands gestrandeten Tier. "Dippy" ist die Kopie eines 1898 in den USA entdeckten Diplodocus-Exemplares, das heute im Carnegie Museum of Natural History in Pittsburgh, Pennsylvania, steht. Weitere Kopien dieses Skeletts kann man etwa im Wiener Naturhistorischen Museum, im Pariser Musée d'Histoire Naturelle oder im Humboldt Museum in Berlin bewundern. Der Londoner "Dippy" wird nicht völlig von der Bildfläche verschwinden. Dixon kündigte an, dass der Diplodocus an anderer Stelle wieder aufgebaut wird oder künftig als neue Kopie durch die Lande tourt. Der Dino-Abgang sorgt in der britischen Öffentlichkeit indessen für wenig Begeisterung. Erste Internet-Kampagnen zur "Rettung" von "Dippy" laufen bereits an.

Foto: AP Photo/Matt Dunham

"Super-Saturn" mit gigantischem Ringsystem

Neben diesem Riesen wirken selbst die größten Planeten unseres Sonnensystems winzig: Astronomen rund Eric Mamajek von der University of Rochester haben vor zwei Jahren einen Gasriesen entdeckt, der rund 10 bis 40 Mal soviel Masse besitzt wie der Jupiter. Viel spektakulärer allerdings ist die nun bestätigte Tatsache, dass es sich bei J1407b um den ersten bekannten Exoplaneten mit einem ausgeprägten Ringsystem handelt - und dieses ist gigantisch: Die äußersten der über 30 Ringe haben einen Durchmesser von 180 Millionen Kilometer. Das entspricht der 200-fachen Größe des Saturn-Ringsystems. Die Materialscheiben sind so dicht, dass sie das Licht des Zentralsterns auf dem Weg zur Erde um 95 Prozent abschwächen. Da das Sternensystem noch sehr jung ist, glauben die Astronomen, dass es sich bei den Ringen um eine Art protolunare Scheiben handelt, aus denen in den kommenden Jahrmillionen zahlreiche Monde hervorgehen werden. Lücken in den Ringen deuten auf einige bereits vorhandene Monde hin.

Illu.: Ron Miller

Raketen-Aurora

Wissenschaft kann so schön sein - etwa, wenn man Forschungsraketen in eine von Nordlichtern schimmernde Nacht aufsteigen lässt. Ort des Geschehens ist die Poker Flat Research Range in Alaska, wo die NASA Höhenforschungsraketen - sogenannte sounding rockets - in die Nacht schickt. Die vier kleinen Raketen bringen Instrumente bis in eine Höhe von 300 Kilometer, wo im Rahmen des Projektes "MIST" (Mesospheric Inversion-layer Stratified Turbulence) mit ihrer Hilfe Turbulenzen in der oberen Atmosphäre beobachtet werden sollen. Der Fotograf und Filmer Ronn Murray hat die spektakulären Szenen auf Video in Ultrad-HD-Auflösung festgehalten.

Foto: NASA/Jamie Adkins

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Raumfahrtkatastrophe

Vor wenigen Tagen jährte sich eine der schlimmsten Unfälle der bemannten Raumfahrt: Am 27. Jänner 1967 starben die drei US-Astronauten Edward H. White, Virgil I. Grissom (im Bild) und Roger B. Chaffee bei einem Feuer in der Apollo-1-Kapsel während eines sogenannten "Plugs-Out-Tests" in Cape Canaveral, Florida. Bei der Routineübung ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen sollten alle Verbindungen von Rakete und Raumkapsel zum Versorgungsturm getrennt werden. Eine nachfolgende Untersuchung, die mehrere Wochen dauerte, konnte keine exakte Brandursache ans Licht bringen. Klar war nur, dass das Feuer im Bereich des Lebenserhaltungssystems ausbrach. Das Unglück warf das US-Mondprogramm weit zurück.

Foto: AP

Dänische Köpfe in Gefahr

Dänische Männer zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert lebten offenbar in ständiger Gefahr, eine über den Kopf gezogen zu bekommen. Jüngste anthropologische Untersuchungen von Skeletten aus drei dänischen Friedhöfen brachten an Licht, dass fast neun Prozent der männlichen Toten Schädelbrüche aufwiesen. Viele der Verletzungen waren gut verheilt, was bedeutet, dass zahlreiche Opfer ihre Kopfwunden überlebt hatten. Die im Fachblatt PNAS veröffentlichte Studie zeigte allerdings, das die Betroffenen damit nicht völlig aus dem Schneider waren: Die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Todes stieg laut den Analysen der Knochen nach überstandenem Schädelbruch um das 6,2-fache.

Foto: George R. Milner; collection, ADBOU University of Southern Denmark

Neue Eulenart im Nahen Osten

Ornithologen rund um Manuel Schweizer vom Naturhistorischen Museum in Bern haben im Nahen Osten eine neue Eulenart identifiziert. Die rund 30 Zentimeter große Eule ähnelt dem Fahlkauz (Strix butleri), dürfte nach der aktuellen Untersuchung aber eine eigene Art darstellen. Die Forscher tauften sie Strix hadorami, zu Ehren des israelischen Ornithologen und Autor Hadoram Shirihai. Das Verbreitungsgebiet des Raubvogels reicht von Ägyptens bis zum Osten der Arabischen Halbinsel. Die an felsiges Gelände gewöhnte Eule lebt vor allem von kleinen Insektenfressern, Echsen und Gliedertieren.

Foto: Thomas Krumenacker

Bestes Ceres-Bild ever

Die NASA-Sonde "Dawn" hat ein neues Bild des Zwergplaneten Ceres geschickt. Auf den ersten Blick scheint es sich nur wenig von der Aufnahmen von letzter Woche zu unterscheiden - und doch stellt das Bild einen bedeutenden Meilenstein dar: Es ist das beste derzeit existierende Foto von Ceres; geschossen wurde es am 25. Jänner aus einer Entfernung von 147.000 Kilometern. Mit einer Breite von 43 Pixeln hat das Foto die bisherigen Spitzen-Aufnahmen von "Hubble" aus den Jahren 2003 und 2004 gleich um 30 Prozent übertroffen. Bis zur Ankunft von "Dawn" bei Ceres am 6. März werden weitere Fotos immer feinere Details von der Oberfläche des Zwergplaneten enthüllen. Nach aktueller Missionsplanung soll die Sonde Ceres mindestens bis Anfang 2016 umkreisen.

Foto: NASA/JPL-Caltech

Die Spinne mit dem elektrisch geladenen Netz

Das oben abgebildete Tier gehört einer Gruppe von Spinnen an, die statt feste, mit Klebstofftröpfchen versehene Spinnfäden ein wesentlich feineres elektrisch geladenes Seidengewebe produzieren. Eine im Fachblatt "Biology Letters" veröffentlichte Untersuchung konnte nun erstmals erklären, wie die Angehörigen der Gattung Uloborus diese ultrafeinen Fäden herstellen: Zahlreiche nur 60 Mikrometer große Spinndrüsen liefern eine dünnfüssige Substanz, die sich an der Luft durch Dehnen und Strecken in nanodünne Filamente verwandelt. Die Spinne zieht dabei die feine Wolle über eine Art Kamm an ihren hinteren Beinen, was die Fangwolle elektrostatisch auflädt und so Beute anziehen und festhalten kann. Der Vorteil dieser Methode sei nach Ansicht der Forscher, dass das Gewebe länger haltbar wäre als Fäden mit Leimtröpfchen. Letztere würden schnell austrocknen und müsste daher häufiger erneuert werden.

Foto: Hartmut Kronenberger & Katrin Kronenberger (Oxford University)

Zoowelt

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien ist beliebt wie eh und je. Geht es nach den aktuellen Zahlen, dann erlebt seine Popularität sogar einen regelrechten Höhenflug: Im Jahr 2014 haben mehr als 2,5 Millionen Besucher den Zoo besucht. Das ist ein Plus von 13,6 Prozent im Vergleich zu 2013 - und das nach dem Rekordjahr 2008 zweitbeste Ergebnis der Geschichte. Ein absoluter Höchstwert wurde heuer bei den Jahreskarten verbucht, wie der Tiergarten am Montag in einer Aussendung mitteilte. Zum großen Erfolg beigetragen haben die Eröffnung der neuen Eisbären-Anlage und sicherlich auch Panda-Junior Fu Bao, der Anfang 2014 erstmals zu sehen war. (red, derStandard.at, 1.2.2015)

Foto: Zoo Schönbrunn/Daniel Zupanc