Wer nach der Donau sucht, landet irgendwo in Ungarn

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Auch in Wien wird die Donau als "Dunărea" bezeichnet - nicht unbedingt nutzerfreundlich

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2.845 Kilometer ist die Donau lang: Es gebe also genügend Möglichkeiten, wo Googles Kartendienst "Google Maps" Nutzer nach der Suchanfrage hinschicken könnten. Der Kartendienst trifft allerdings eine kuriose Wahl: Angezeigt wird die Donau in der ungarischen Ortschaft "Ersekhalma", mitten in einem Waldgebiet. Erst wenn man etwas hinauszoomt, erkennt man die Donau, die sich schätzungsweise zwanzig Kilometer vom angezeigten Punkt befindet.

Wo ist die Donau?

Und selbst hier braucht man Geographie- oder Rumänisch-Kenntnisse, um die Donau zu finden. Denn die wird konstant als "Dunărea" bezeichnet – auch in Österreich. Eine mögliche Erklärung dafür: Mit 1075 Stromkilometern fließt die Donau in Rumänien die weiteste Strecke, dahinter folgen Deutschland und Serbien. Kurios ist der Fehler, der erstmals von der Futurezone thematisiert wurde, dennoch- werden bei anderen Flüssen doch oft die jeweiligen Landesnamen verwendet.

Maria-Fekter-Insel

Wie die Verwirrungen mit der Donau zustande gekommen sind, ist momentan unklar. Allerdings können bei Google Maps auch Nutzer Vorschläge liefern und den Kartendienst so – meistens – verbessern. Dadurch kam es immer wieder zu Kuriositäten und Fehltritten: Beispielsweise tauchte eine nach der ehemaligen Finanzministerin benannte "Maria-Fekter-Insel" im Neusiedler See auf. (fsc, derStandard.at, 4.2.2015)