Damaskus – Die Zahl der von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) entführten Christen im Nordosten Syriens ist auf 90 gestiegen. Die Opfer seien aus zwei Dörfern nordwestlich der Stadt Al-Hassaka verschleppt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrecht am Dienstag. Die assyrische Nachrichtenagentur Aina berichtete, die IS habe in der Region mehrere Kirchen angezündet.

In dem Gebiet kommt es seit Montagfrüh zu heftigen Kämpfen zwischen den Extremisten und kurdischen Einheiten, die die Region bisher beherrschten. Die sunnitische Terrormiliz hatte dort mehrere Dörfer eingenommen, in denen mehrheitlich assyrische Christen wohnen. Zahlreiche Menschen seien vor den Extremisten geflohen, erklärten die Menschenrechtler. (APA, 23.2.2015)