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Google greift bei Pornographie auf seiner Plattform "Blogger" künftig hart durch

Foto: DPA

Google will sexuell eindeutige Inhalte auf seiner Plattform Blogger verbieten. Das gab der IT-Konzern am Dienstag bekannt. Künftig werden Blogs mit älteren Inhalten, die als pornographisch bewertet werden, automatisch auf "privat" gesetzt, sind also nicht mehr öffentlich sichtbar. Neue Blogs könnten sogar gelöscht werden. Bislang konnten Nutzer sexuelle Inhalte mit dem Zusatz "für Erwachsene" markieren, Google bewertete dementsprechende Bilder und Videos als freie Meinungsäußerung.

Motive unklar

Noch ist unklar, warum sich diese Einstellung geändert hat. Google selbst gibt keine Gründe für den Meinungswechsel an. Nacktheit ist auf "Blogger" noch erlaubt, solange sie künstlerischen oder anderen, "für die Öffentlichkeit nützlichen" Zwecken diene. Eine Reihe von anderen Plattformen zeigt im Umgang mit Pornographie ähnliche Tendenzen wie nun Google: Der Kurzvideo-Service Vine verbot vor rund einem Jahr das Teilen pornographischer Clips.

Gut für Konkurrenz

Im Gegensatz dazu hat sich Tumblr, das mittlerweile zu Yahoo gehört, noch nicht zu diesem Thema geäußert. Die Plattform habe sich laut TheVerge zu einem "sicheren Hafen für Pornographie" entwickelt, worauf Yahoo wohl reagieren werde. Allerdings besteht für Googles Konkurrenten nun die Chance, viele neue Nutzer zu gewinnen. Google weist selbst daraufhin, dass Blogger mit "Google Takeout" ihren Blog leicht exportieren und auf anderen Seiten wieder aufsetzen können. (fsc, derStandard.at, 24.2.2015)