Am Dienstag hat der Abbruch von Teilen der Wiener Copa Cagrana begonnen. Bis Juli will die Stadt Wien in diesem Bereich eine Lokalzeile mit zwei Etagen errichten. Der Abriss steht nicht im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem Generalpächter der Copa Cagrana.

Eigentlich könnte alles so schön sein: Langsam kommt wieder Leben in die Copa Cagrana, und auch die ersten Besucher der neuen Saison lassen sich blicken.

Michael Hierner

Doch die Idylle trügt: Nur wenige Meter neben dem erst kürzlich wiedereröffneten Lokal ist ein Bagger am Werk und reißt angrenzende Lokale ab.

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"Das schaut aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte", sagt eine Pensionistin und schüttelt den Kopf.

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Am anderen Ende der Abrisszone steht ein Anrainer mit seinem Kind und sieht die Sache anders: "Endlich wird einmal aufgeräumt."

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Der Abriss betrifft unter anderem das seit 20 Jahren auf der Copa Cagrana ansässige griechische Lokal "Rembetiko" (oben: Archivbild vom Sommer 2014).

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Ebenfalls abgerissen wird der Mexikaner "Mar y Sol" (Archivbild vom Februar 2015).

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Der Abriss steht nicht im Zusammenhang mit dem jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Stadt Wien und dem Generalpächter der Copa Cagrana. Der Mieter der beiden Lokale hat einen eigenen Vertrag mit der Stadt.

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Während der Abbruch- und Bautätigkeiten wird dem Gastronomen ein eigener Container vor Ort zur Verfügung gestellt.

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Das neue Lokal des Wiener Architekturbüros Gerner Gerner Plus soll einen ganzjährigen Betrieb ermöglichen und besser gegen Hochwasser geschützt sein. Die geplanten Errichtungskosten betragen 2,5 Millionen Euro.

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In Zukunft soll das komplette Gelände der Copa Cagrana wieder von der Stadt Wien verwaltet werden. Wann jedoch eine Einigung mit dem Generalpächter erzielt werden kann, ist noch ungewiss (Archivbild vom Februar 2015). (Michael Hierner, derStandard.at, 25.3.2015)


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