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Geert Wilders bei seinem Besuch im März in Wien. Im Hintergrund FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Wien – Die Staatsanwaltschaft Wien hat gegen den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders Ermittlungen wegen des Verdachts der Verhetzung eingeleitet. Grund sei die islamfeindliche Rede, die Wilders am 27. März 2015 auf Einladung von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in der Hofburg gehalten hatte, berichtete der "Kurier" in seiner Dienstagsausgabe.

In seinem Vortrag habe Wilders befunden, Europa sei "im Krieg mit dem Islam". Zudem habe er den Koran mit Hitlers "Mein Kampf" verglichen und dessen Verbot gefordert, hieß es weiter.

Anzeige wegen Verdachts auf Verhetzung

Tarafa Baghajati, Obmann der "Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen", habe daraufhin Anzeige wegen des Verdachts der Verhetzung, der Herabwürdigung religiöser Lehren sowie wegen des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz erstattet.

Gegen den FPÖ-Chef werde nicht ermittelt. Dieser habe zwar Wilders Rede "zustimmend und oft unter Applaus" verfolgt, es gebe aber keine Anhaltspunkte, dass Wilders seine Rede zuvor mit der FPÖ abgestimmt habe.

Gegen Wilders wird hingegen ermittelt, bestätigt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Nina Bussek, dem "Kurier". (APA, 27.5.2015)