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Die Zelte sind laut Innenministerium von der Bildfläche verschwunden – zumindest vorübergehend.

Foto: APA / HANS KLAUS TECHT

Wien/Traiskirchen – Die privat gespendeten Zelte auf dem Gelände des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen sind vorläufig abgebaut worden. Man hoffe, im Laufe des Donnerstags sämtliche Flüchtlinge in fixen Unterkünften unterzubringen, begründete das Innenministerium die Maßnahme. Das hänge auch davon ab, wie viele Asylwerber an dem Tag in die Bundesländer überstellt werden.

In Traiskirchen hielten sich am Donnerstagvormittag 3.400 Flüchtlinge auf. Davon seien noch 200 obdachlos gewesen, hieß es aus dem Ministerium, das von einer weiteren Entspannung der Lage sprach. Von einst rund 2.000 obdachlosen Asylwerbern sei man auch aufgrund des Aufnahmestopps auf nun 200 gekommen.

Ministerium: Abgebaute Zelte nicht entsorgt

Die abgebauten Zelte, die über das gesamte Gelände des Erstaufnahmezentrums verstreut waren, würden sicher verwahrt, betonte das Innenministerium. Sollten am Abend noch immer Menschen obdachlos sein, würde man die Notunterkünfte wieder aufbauen. Im Internet verbreitete Gerüchte, wonach die privat gespendeten Zelte "entsorgt" wurden, dementierte das Ministerium.

Der Bund zeigte sich unterdessen bemüht, weitere Schlafmöglichkeiten für Asylwerber anzuschaffen: Im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom Donnerstag wurde ein Auftrag für "Stahlrohrbetten samt Zubehör für Flüchtlingsunterkünfte" ausgeschrieben. (APA, 27.8.2015)