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Richard House hält Tablets und ähnliche Geräte für Kleinkinder ungeeignet.

Moderne Elektronik wird mitunter eingesetzt, um den eigenen Nachwuchs eine Zeit lang zu beschäftigen. Was einst in diesem Bezug der Fernseher war, sind heute zunehmend mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Das ruft auch Kritiker auf den Plan.

Der Psychologe Richard House hält es für besonders gefährlich, Kleinkinder regelmäßig mit solchen Geräten spielen zu lassen.

"Umkehrung der natürlichen Reihenfolge"

"Kinder damit zu verwirren, wenn sie gerade einmal damit angefangen haben, die Welt zu entdecken, in dem man sie mit virtuellen, techno-magischen Umgebungen konfrontiert, ist eine absurde Umkehrung der natürlichen Reihenfolge der Dinge", zitiert die Sun aus dem Magazin Nursery World. Bei jungen Menschen sei das Gehirn noch in einer frühen Phase der Entwicklung.

Der Umgang mit Inhalten auf einem Bildschirm führe zu einer indirekten und verzerrten Erfahrung der Welt. Es sei, wie "russisches Roulette" mit der Entwicklung eines Kindes zu spielen und für ihn vergleichbar mit "Missbrauch". Angesichts dessen, dass einige Unternehmen bereits gezielt Tablets und ähnliche Produkte für sehr junges Publikum vermarkte, verurteilt er den "grenzenlosen, skrupellosen Kommerz" der Hersteller.

Umstritten

House ist Gründer der Organisation Early Childhood Action. Er vertritt die Ansicht, dass Kinder unter zwei Jahren generell keinen Bildschirmkontakt haben sollten. Die Meinungen zur Eignung von Touchscreen-Geräten für junge Menschen gehen auseinander. Das Thema wird unter Experten schon seit Jahren kontrovers behandelt. (gpi, 23.09.2015)