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New York – Mit einem Trick macht das American Museum of Natural History in New York die Dimensionen seines jüngsten Exponats noch anschaulicher, als sie es ohnehin schon sind: Der Nachbau eines vollständigen Titanosaurier-Skeletts ist mit einer Länge von 37 Metern zu groß für die Halle, in der es ausgestellt ist – deshalb reckt das Tier seinen Kopf aus der Eingangstür.

Foto: REUTERS/Shannon Stapleton

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Die Fossilien des etwa 95 bis 100 Millionen Jahre alten Originals stammen aus einem Steinbruch in Patagonien. Eine genaue Speziesbezeichnung für das Tier gibt es noch nicht, Titanosaurier ist die Bezeichnung einer ganzen Gruppe von Sauropoden, die in der Kreidezeit weltweit vertreten war.

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Damals hatten die pflanzenfressenden Sauropoden mit bekannten Vertretern wie Brachiosaurus oder Diplodocus ihre Blütezeit zwar schon hinter sich, die Titanosaurier waren aber noch einmal ein letztes Erfolgsmodell dieser Entwicklungslinie. Insbesondere auf der Südhalbkugel waren sie stark vertreten und brachten mit Körperlängen um die 30 Meter und einer Masse von 70 Tonnen oder mehr die vermutlich größten Landtiere hervor, die je gelebt haben.

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Das nun in Form eines Replikats in New York zu bewundernde Tier war 2014 entdeckt worden und ist neben bereits bekannten Giganten aus seiner engeren Verwandtschaft wie etwa Argentinosaurus einer der Mitbewerber um den Titel größtes Landtier aller Zeiten. Ausgestreckt wäre sein Hals lang genug, um in die obersten Fenster eines fünfstöckigen Gebäudes zu schauen.

Foto: REUTERS/Shannon Stapleton

Neben dem Nachbau aus glasfaserverstärktem Kunststoff zeigt das New Yorker Museum auch einige Originalteile des noch namenlosen Riesen, unter anderem einen Oberschenkelknochen, der allein schon zweieinhalb Meter lang ist. Zu Lebzeiten dürfte das Tier, ein vermutlich noch nicht vollständig ausgewachsenes Exemplar unbestimmbaren Geschlechts, etwa 70 Tonnen gewogen haben. (jdo, 15.1.2016)

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American Museum of Natural History

Foto: APA/AFP/DON EMMERT

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