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Ein Bild von Protesten in Ferguson im März 2015 vor der Polizeistation.

Foto: AP Photo/Jeff Roberson

Ferguson/Washington – Die US-Kleinstadt Ferguson, Symbol für Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA, hat eine Einigung mit der Bundesregierung über eine Polizei- und Gerichtsreform erzielt. Die Stadtverwaltung verwies am Mittwoch auf ein Schreiben des Justizministeriums in Washington, in dem Ferguson "positive Änderungen" bescheinigt werden.

Der Vorort der Metropole St. Louis im Bundesstaat Missouri war 2014 durch die Erschießung eines unbewaffneten jungen Schwarzen in die Schlagzeilen geraten.

Weg von "Umsatzgenerierung"

Die nun getroffene Einigung ist in einem 131 Seiten umfassenden Papier festgehalten, in dem es unter anderem heißt, die Stadt verpflichte sich, die Tätigkeit von Polizei und Justiz auf die "öffentliche Sicherheit" statt auf "Umsatzgenerierung" zu konzentrieren. Die Tötung des 18-jährigen Schwarzen Michael Brown durch einen weißen Polizisten im August 2014 hatte über Ferguson hinaus teils gewaltsame Proteste und eine landesweite Diskussion über Rassismus ausgelöst.

Der verantwortliche Polizist wurde nicht angeklagt, obwohl Brown unbewaffnet war. Der damalige Justizminister Eric Holder hatte der Stadt vorgeworfen, die Sicherheitskräfte zu benutzen, um ihre Einkünfte zu steigern, statt für Ordnung zu sorgen. Über das jetzt erzielte Einigungsdokument soll der Stadtrat am 9. Februar entscheiden. (APA, 28.1.2016)