Klagenfurt – Das Kärntner Landesamt für Verfassungsschutz hat nach der Anti-Asyl-Demo der rechtsextremen Identitären Bewegung am Samstag in der Klagenfurter Innenstadt Ermittlungen wegen eines angeblichen Hitlergrußes aufgenommen. Dies teilte die Landespolizeidirektion am Sonntag mit. Man sichte das eingegangene Videomaterial und versuche die Personen dann zu ermitteln.

Vonseiten der Identitären Bewegung hieß es am Sonntag in einer schriftlichen Stellungnahme: "Bei einer kurzen Absprache direkt nach der Kundgebung zwischen dem Versammlungsleiter und dem Verfassungsschutz sowie der Landespolizeidirektion war von einem solchen Vorfall nichts bekannt." Im Gegenteil, der Versammlungsleiter sei für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf gelobt worden. Eingeräumt wurde, dass in der ORF-Sendung "Kärnten heute" von "mehreren Stunden Videomaterial ein kurzer Ausschnitt" gezeigt wurde, in dem möglicherweise ein Hitlergruß dargestellt werde. Es bleibe festzuhalten, dass dies weder von der Polizei noch von den Veranstaltern gesehen wurde. Ansonsten wären "diese Personen sofort und ohne Diskussion von der Veranstaltung verwiesen worden", hieß es.

Wie ORF.at berichtet, gibt es zudem Ermittlungen gegen linke Gegendemonstranten, die ein Plakat mit der Aufschrift "Tito hat's bewiesen, Nazis erschießen" hochgehalten hatten. (APA, 22.2.2016)