Seit der ersten Bundespräsidentenwahl im Jahr 1951 haben sich Volkspartei und Sozialdemokratie das Match um das Amt des Bundespräsidenten untereinander ausgemacht. In keinem Bezirk ist jemals ein Vertreter einer anderen Partei oder ein unabhängiger Kandidat als Sieger hervorgegangen – das hat sich mit den Ergebnissen vom Wahlsonntag um 180 Grad gewendet. Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik wird kein Vertreter der SPÖ oder ÖVP in der Stichwahl sein.

In keinem der Bezirke bzw. Statutarstädte hat ein Vertreter der SPÖ oder ÖVP eine relative Mehrheit. Bei der Bundespräsidentenwahl hat FPÖ-Kandidat Norbert Hofer in fast jedem Bezirk die Oberhand. Nur in fünf Bezirken hat Alexander Van der Bellen besser abgeschnitten: Graz, Mödling, Linz, Innsbruck und Feldkirch. Wien ist ebenso zweigeteilt, gesamt gesehen liegt der frühere Grünen-Parteichef aber vor dem FPÖ-Kandidat.

Wahlergebnisse seit 1951 im Schnelldurchlauf

In dieser Animation sehen Sie, für welchen Kandidaten sich jeder Bezirk seit 1951 entschieden hat:

Einen ausführlicheren Artikel über die historischen Ergebnisse der Bundespräsidentenwahl auf Bezirksebene bis 2010 lesen Sie hier. (Gerald Gartner, Markus Hametner, 25.04.2016)