Madrid – Trainer Diego Simeone von Atletico Madrid ist wegen der Ballwurf-Affäre für drei Spiele der spanischen Meisterschaft gesperrt worden. Dies entschied der Disziplinarausschuss des spanischen Fußballverbands (RFEF) am Mittwoch. Außerdem muss der Argentinier eine Geldstrafe von 3.000 Euro zahlen. Atletico kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Simeone hatte im Spiel der Madrilenen am Samstag gegen Malaga (1:0) die Rote Karte erhalten, nachdem aus der Zone der Atletico-Trainerbank ein Ball aufs Spielfeld geworfen worden war. Damit sollte offensichtlich ein Konterangriff des Gegners unterbrochen werden. Der Werfer konnte nicht identifiziert werden.

Nach dem Reglement müsse in diesem Fall der Cheftrainer verantwortlich gemacht werden, entschied der Verband. Atletico hatte argumentiert, der Ball sei nicht direkt von der Trainerbank aus aufs Feld geworfen worden. Der Verband wies den Einwand zurück. Falls die Sperre bestätigt wird, würde Simeone dem Klub im Kampf um die Meisterschaft bis zum Ende der Saison fehlen. (APA/dpa, 27.4.2016)