Das Konto ist derzeit kein guter Ort zur Geldaufbewahrung. Horten im Sparschwein macht die Sache leider auch nicht besser.

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Frankfurt – EZB-Präsident Mario Draghi hat nach eigenen Angaben Verständnis für die Sorgen deutscher Sparer angesichts der Niedrigzinsen. "Die Lage der Sparer ist uns sehr wohl bewusst. Und nicht nur in Deutschland müssen Sparer mit niedrigen Zinsen leben", sagte Europas oberster Währungshüter der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag.

Sie hätten es mit ihren Anlage-Entscheidungen aber auch selbst in der Hand, wie hoch ihre Erträge ausfielen. "Die Sparer müssen ihr Geld nicht nur auf dem Sparbuch anlegen, sondern haben auch andere Möglichkeiten", sagte Draghi.

Vor allem aus Deutschland hagelte es zuletzt Kritik an der Europäischen Zentralbank, die im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche den Leitzins im März auf null gesenkt hatte. Insbesondere Unionspolitiker warfen der Notenbank vor, sie enteigne damit die deutschen Sparer. (APA, 28.4.2016)