Paris – Trotz zum Teil schlechter Kritiken setzt der amerikanische Streamingdienst Netflix seine erste komplett in Europa produzierte Serie "Marseille" fort. "Der Kampf ist nicht vorüber", hieß es auf dem offiziellen Twitter-Account des französischen Politdramas. Die zweite Staffel komme "demnächst" – nähere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht.

Mafia und Drogen

In der Anfang Mai veröffentlichten ersten Staffel von "Marseille" spielt Gerard Depardieu den Bürgermeister der Mittelmeermetropole, der von seinem politischen Ziehsohn verraten wird. Hintergrund sind Immobiliengeschäfte, Mafiaverwicklungen und Drogenkriminalität. In Frankreich hatten Medien kritisiert, dass die Serie zu stark auf Klischees setze.

Eigenproduktionen

Die Produktion ist Teil der Unternehmensstrategie, mit exklusiven Inhalten die Position im Wettbewerb der Videodienste zu stärken, statt wie anfangs Rechte für fremde Sendungen zu kaufen. Auch eine erste deutsche Serie ist in Vorbereitung, der Mystery-Zehnteiler "Dark" soll 2017 gezeigt werden. (APA, 7.6.2016)