Kehrt der Politik den Rücken: Sonja Steßl.

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Wien – Einen Monat nach ihrem Ausscheiden aus der Bundesregierung zieht sich die steirische Exstaatssekretärin Sonja Steßl nun komplett aus der Politik zurück, berichtet die "Kleine Zeitung" vom Dienstag. Die Juristin wird demnach Ende Juni ihr Nationalratsmandat zurücklegen. Bereits am Montag sei Steßl als SPÖ-Bezirksparteichefin der Region Südoststeiermark zurückgetreten, heißt es in dem Bericht.

Als Grund führt Steßl an, sie wolle sich in Wien neuen beruflichen Aufgaben widmen und könne daher zu wenig Zeit für die politische Arbeit in ihrem Heimatbezirk aufwenden. "Ich scheide im Guten", wird Steßl zitiert. Wohin sie ihre berufliche Neuausrichtung führt, ließ sie vorerst offen.

Feichtinger übernimmt Mandat

Steßl war von 2013 bis zum Umbau der SPÖ-Spitze vor rund einem Monat Regierungsmitglied, zuerst als Staatssekretärin im Finanzministerium, später im Bundeskanzleramt.

Ihr SPÖ-Mandat geht an den steirischen Juristen Klaus Feichtinger, der diesen Sitz bereits während Steßls Regierungszeit hielt und ihn vor vier Wochen kurzfristig abgeben musste. Wer Steßl als Bezirksparteivorsitzende nachfolgt, ist noch offen. (red, 14.6.2016)