Nicht immer bleibt am Ende eines Arbeitstages ein gerechter Lohn stehen: Eine Arbeitnehmerin in Bayern wurde fünf Jahre lang mit 300 Euro im Monat abgespeist.

Foto: APA/dpa/Caroline Seidel

München – Arbeiten für einen Hungerlohn in Bayern: Mehr als fünf Jahre lang und 43 Stunden pro Woche hat eine ursprünglich als Praktikantin angestellte Arbeitnehmerin für ein Monatsgehalt von nur 300 Euro gearbeitet. Nun muss ihre frühere Arbeitgeberin knapp 50.000 Euro an Vergütung, Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen, wie das Landesarbeitsgericht München am Montag entschied.

Damit bestätigte das Gericht die erstinstanzliche Entscheidung. Die Klägerin arbeitete zu den in einem Praktikumsvertrag ausgehandelten Konditionen zur Ausbildung zur Finanzfachwirtin von September 2009 bis März 2015. Nachträglich forderte sie dann eine Vergütung von 8,50 Euro pro Stunde durch die Arbeitgeberin. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. (APA, 14.6.2016)