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Die "besorgeniserregenden Bürger" bekommen immer mehr Aufmerksamkeit, selbst eingebildete "Ängste und Sorgen" werden, nur weil sie halt in den verwirrten Kopfen vorhanden sind, schon als implizit berechtigt behandelt.

Derweil gibt es zigtausende Jugendliche, die hier aufwachsen und denen Tag für Tag das Gefühl gegeben wird, sie gehören ja nicht dazu, "du bist doch nicht von hier", und die sich dennoch mit Zähigkeit durchbeißen, die trotz aller Widrigkeiten etwas aus sich machen und deren Entfremdungsgefühle überhaupt niemanden interessieren, weil sie, im Unterschied zu den besorgniserregenden Bürgern, keine Probleme verursachen.

Vielleicht sollten wir nur ein wenig mehr Empathie mit jenen haben, die sie verdienen. (Robert Misik, 18.12.2016)