London – Großbritannien strebt einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Austritt aus der EU eine Zollunion, Arbeitsvisa und Steuervergünstigungen für zentrale Wirtschaftssektoren an. Dies sei Teil des Plans, die Schlüsselindustrien auch nach dem Brexit zu schützen, berichtete die "Sunday Times" ohne Quellenangabe.

Wichtige Sektoren sollten einen "privilegierten Zugang" zur Europäischen Zollunion erhalten und im Rahmen einer neuen strategischen Ausrichtung der Industrie von Steuererleichterungen profitieren. Unternehmen, die auf ausländische Mitarbeiter angewiesen seien, würden für diese Arbeitsvisa erhalten. Eine Sprecherin von Premierministerin Theresa May wollte den Bericht nicht kommentieren.

Wirtschaftsvertreter drängen May, einen "harten Brexit", also einen Abschied aus der EU ohne freien Zugang zum europäischen Binnenmarkt, zu vermeiden. May hat bisher nur wenig dazu gesagt, welche Verhandlungsposition sie gegenüber der EU einnehmen will. Die Regierungschefin will bis Ende März den formellen Austrittsantrag bei der EU stellen. (APA/Reuters, 8.1.2017)