Die "Morgenpost Sachsen" erschien mit einer weißen Seite statt eines Berichts über den Parteitag der sächsischen AfD, berichtet der deutsche Branchendienst turi2. Der Weißraum sei eine Solidaritätsaktion mit der "Sächsischen Zeitung", deren Reporter die Partei nicht dabei haben wollte, weil er nach Ansicht der AfD "Hetzartikel" geschrieben habe.

Die "Morgenpost Sachen" begründete ihren Protest mit folgenden Worten: "Ausgerechnet die Partei mit dem Slogan 'Mut zur Wahrheit' stellt sich quer, wenn nicht nur über ihre 'Wahrheit' berichtet wird. Pressefreiheit beinhaltet aber auch, dass Inhalte geschrieben werden, die den Damen und Herren in der AfD nicht gefallen."

Ine Dippmann, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) in Sachsen, schrieb auf Twitter: "Missliebigen Journalisten rauszuwerfen, kommt einem Einschüchterungsversuch der Presse gleich. Das gehört sich in dieser Demokratie nicht." (red, 30.1.2017)