Sölden – Ein 22-jähriger Deutscher ist am Freitag in Sölden in Tirol (Bezirk Imst) von einer Lawine erfasst und verschüttet worden. Der Snowboarder konnte nach rund 30 Minuten von der Bergrettung gefunden und geborgen werden, teilte Polizeisprecherin der APA mit. Der junge Mann sei zwar verletzt, aber ansprechbar gewesen. Er wurde in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Der Deutsche war laut Polizei im freien Gelände unterhalb der Stabelebahn des Skigebiets Sölden unterwegs gewesen. Er dürfte die Lawine selbst losgetreten haben. Das Schneebrett hatte eine Anrisshöhe von rund eineinhalb Metern und war 130 Meter breit.

160 Personen von Hütte ausgeflogen

Am Freitag sind zudem 160 Personen von der 2.165 Meter hoch gelegenen Jamtalhütte nahe Galtür (Bezirk Landeck) in Tirol wegen der Lawinengefahr auf eigenen Wunsch ausgeflogen worden. Eine selbstständige Abfahrt der Skitourengeher wäre zu gefährlich gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei zur APA und bestätigte einen Bericht von ORF Tirol.

Die Wintersportler hätten private Hubschrauber organisiert, weil sie nicht warten wollten, bis sich die Situation entschärft. "Die Leute wollten wieder nach Hause, weil Wochenende ist und weil sie am Montag wieder arbeiten müssen", meinte die Polizistin.

Auch zwei alpine Einsatzgruppen der Exekutive waren auf der Hütte, weil sie dort eine Übung absolvierten. Sie wurden ebenfalls ausgeflogen, da sie aufgrund der angespannten Lawinensituation "gebraucht werden". Die Jamtalhütte selbst, ein traditionell beliebter Stützpunkt für Skitourengeher, sei nicht gefährdet, hieß es. (APA, 10.3.2017)