Wien – Bei den Kompanien und Militärkommanden erhebt man nun, um wie viele Fälle es sich handelt: Wie berichtet, hegt man beim Heer den Verdacht, dass es sich bei Ex-Rekruten türkischer Herkunft, die nach einem Rundsiegel auf der Bestätigung über ihren geleisteten Wehrdienst "zur Vorlage an türkische Behörden" verlangen, um Doppelstaatsbürger handelt – was per Gesetz den Verlust der österreichischen zur Folge hätte.

Das Innenministerium will die Daten der Verdachtsfälle, sobald vorhanden, an die zuständigen Behörden, also die Landesregierungen, weiterleiten – auch wenn es dem Bundesheer freistehe, diese direkt zu übermitteln. Um ein möglicherweise "strukturelles" Problem mit Doppelstaatsbürgern zu klären, hält Sprecher Karl-Heinz Grundböck fest, dass zwischen den Ressorts "weitere Untergriffe" rund um schriftliche Anfragen und Telefonate "entbehrlich" seien – zuvor hatte man im Verteidigungsressort vergebliche Anfragen beklagt. (Nina Weißensteiner, 17.3.2016)