Im ersten Quartal 2017 warb das Infrastrukturministerium mit Jörg Leichtfried an der Spitze am meisten.

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Wien – 34,6 Millionen Euro haben Ministerien, Länder, öffentliche Stellen und Firmen im ersten Quartal 2017 für Werbung ausgegeben. Soviel jedenfalls meldeten sie der Medienbehörde KommAustria nach dem Medientransparenzgesetz (das einige Ausnahmen kennt). Die Regierungswerbung blieb damit gegenüber dem ersten Quartal 2016 (35 Millionen) stabil. Im vierten Quartal 2016, üblicherweise die werbestärkste Zeit im Jahr, waren es 62 Millionen.

Wien, wie es wirbt

Stärkster öffentlicher Bucher bleibt Wien mit 4,1 gemeldeten Millionen (noch ohne öffentliche Betriebe und andere zuordenbare Firmen und Institutionen). Vor einem Jahr gab die Stadt vier Millionen aus, Ende 2016 9,2 Millionen.

Das Land Oberösterreich warb im ersten Quartal für 586.000 Euro, Niederösterreich für 509.000 Euro und die Steiermark für 324.000 Euro – auch diese Daten ohne zuordenbare Firmen und Institutionen.

Werbefreudigste Ministerien

Auch die (meisten) Ministerien warben – laut Meldung – im vierten Quartal deutlich mehr – damals schaltete das Jörg Leichtfrieds (SPÖ) Verkehrsministerium rund 1,7 Millionen und Wolfgang Sobotkas (ÖVP) Innenminsterium 1,6 Millionen. Auch hier alle Werte ohne zuordenbare Firmen und Institutionen.

Im ersten Quartal 2017 warb wiederum das Infrastrukturministerium am meisten mit knapp mehr als einer Million Euro – am meisten davon in "Österreich" und oe24.at (rund 163.000) und "Krone" (116.000, ohne Kronehit mit 36.000).

Rund 765.000 Euro investierte Hans Peter Doskozils (SPÖ) Verteidigungsministerium, am meisten laut Meldung in "Österreich" (160.000), "Heute" (142.000) und "Krone" (80.000).

Das Kanzleramt mit Christian Kern und Thomas Drozda (SPÖ) folgt auf Platz drei mit rund 634.000 Euro für Werbebuchungen im ersten Quartal 2017. Der höchste Betrag ging hier mit 173.000 Euro an die "Krone".

Wie viel die Ministerien ausgaben: in Euro.

Mehr Medientransparenzdaten, Auswertungen und Grafiken am Freitag hier auf derStandard.at/Etat . (red, 15.6.2017)