Linz – Der ÖVP-Kandidat Efgani Dönmez schlägt vor, spezielle Kontaktbeamte der Polizei zur Bekämpfung von Jugendgewalt bzw. Jugendkriminalität und zur Prävention im Asylbereich einzusetzen. "18 Prozent der Asylwerber wurden laut Kriminalstatistik 2016 straffällig und machen damit das Klima schlecht, der rechtschaffene Rest muss davor geschützt werden", argumentierte er.

Dönmez bezog sich in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Linz auf mehrere Problembereiche mit jugendlichen "Störenfrieden" in der Stadt. Dies könne nicht alleine von der Polizei bewältigt werden. Es brauche die Zusammenarbeit von Streetworkern, Obdachlosenhilfe, Drogenberatungsstellen sowie Anrainern. Dazu sollte es einen regelmäßigen Austausch zwischen ihnen sowie den Einsatz von speziell geschulten Jugendkontaktbeamten bei der Polizei geben. Das sollte im Rahmen des österreichweiten Projektes "Gemeinsam sicher" umgesetzt werden.

Er verwies darauf, dass die oberösterreichische Polizei schon seit mehr als einem Jahr jedes Asylquartier in Oberösterreich durch speziell geschulte Kontaktbeamte betreue, kontrolliere und dort gegebenenfalls "Normverdeutlichungsgespräche" führe. "Das Modell sollte in Richtung Jugendliche weiter ausgebaut werden", verlangte er. In Berlin bewähre sich eine entsprechende Spezialeinheit der Polizei, die vor allem Jugendliche präventiv unterstützen soll, seit Jahren besonders gut. (APA, red, 20.9.2017)