Graz – Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen will Sturm Graz am Samstag erstmals unter Heiko Vogel auch in der heimischen Merkur Arena voll anschreiben. Die Steirer würden bei einem Sieg gegen Altach den komfortablen Vorsprung von elf Zählern auf den Dritten halten und einen weiteren Schritt zumindest Richtung Vizemeistertitel in der Fußball-Bundesliga und Champions-League-Qualifikation machen.

"Wir nehmen das Selbstbewusstsein aus den zwei schweren Auswärtspartien mit", versprach Vogel. "Die Leistung zu bestätigen ist aber immer schwieriger als zu überraschen." Die Statistik gegen die Vorarlberger in Graz spricht Bände. Von 13 Spielen haben die "Blackys" elfmal gewonnen und sind noch unbesiegt. Der deutsche Trainer der Grazer hatte für solche Zahlenspiele wenig übrig: "Für mich zählt nur, dass meine Mannschaft in den 90 Minuten alles in die Waagschale wirft."

Sein Gegenüber nahm die magere Bilanz mit Galgenhumor. "Ich möchte der erfolgreichste Altach-Trainer in Graz werden. Denn es wurden erst zwei Punkte in Graz geholt. Einen davon unter mir", gab Klaus Schmidt die Marschroute vor. "Wir fahren nicht acht Stunden nach Graz, um dort nichts mitzunehmen."

Altach will "Euphorie entfachen"

Zuletzt blieben die Rheindörfler dreimal ungeschlagen. "Wir sind stabiler geworden. Da wollen wir anknöpfen und sukzessive auch offensiv mehr Gefahr ausstrahlen", hoffte Schmidt auch auf spielerische Glanzlichter. Nach dem Graz-Gastspiel zum Abschluss des dritten Meisterschaftsviertels wartet mit Austria Wien ein weiteres schweres Auswärtsspiel. "Wenn du da Punkte mitnimmst, kannst du für das letzte Viertel ein wenig Euphorie entfachen."

Euphorie verspürt auch Vogel, der in Graz angekommen scheint. "Es war eine super Zeit. Wir hatten eine sensationelle Vorbereitung. Die Jungs sind mir unglaublich ans Herz gewachsen." Nach einem holprigen Start stabilisierten sich die Grazer zuletzt. "Ich freue mich auch, dass wir in den letzten Partien endlich effizient agiert haben."

Mittelfeldspieler Peter Zulj bestätigte die gute Stimmung und hob auch die Moral der Mannschaft hervor. "Dass wir gegen die Admira zum wiederholten Mal einen Rückstand gedreht haben, zeigt unseren Zusammenhalt." Über seine erstmalige Einberufung ins Nationalteam zeigte sich Zulj überrascht, aber erfreut. (APA, 16.3.2018)

SK Sturm Graz – SCR Altach (Graz, Merkur Arena, 18.30 Uhr, SR Drachta). Bisherige Saisonergebnisse: 0:0 (h), 2:1 (a).

Sturm: Siebenhandl – Koch, Spendlhofer, Maresic, Potzmann – Jeggo – Huspek, Hierlander, Zulj, Röcher – Edomwonyi

Ersatz: Schützenauer – Schulz, Schrammel, Lovric, Jantscher, Schmerböck, Alar

Fraglich: Eze (Bandeinriss im Sprunggelenk)

Es fehlt: Zulechner (im Aufbautraining)

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer, Schreiner – Oum Gouet, S. Nutz – Gebauer, Ngwat-Mahop, Otubanjo – Aigner

Ersatz: Lukse – Nussbaumer, Tartarotti, Müller, Akyildiz, Salomon, Piesinger, Grbic

Es fehlen: Schreiner (gesperrt), Zwischenbrugger (Schlüsselbeinbruch), Janeczek (Patellasehnenentzündung), Prokopic (Achillessehnenprobleme), Meilinger (muskuläre Probleme)