Bild nicht mehr verfügbar.

In den sozialen Netzwerken fordern viele, dass Zuckerberg selbst Stellung in dem Fall bezieht.

Foto: reuters

Der Whistleblower Christopher Wylie berichtete dem Guardian, dass Facebook seit zwei Jahren von dem Datenmissbrauch wusste und keine Gegenmaßnahmen unternommen wurden. Er soll dem Unternehmen auch angeboten haben, bei der Untersuchung zu helfen. "Ich versuche, meine Fehler wiedergutzumachen und das sollte Facebook auch." Im Gegenzug des Angebots wurde er von der Seite suspendiert und sein Profil gelöscht.

50 Millionen Profile ausgewertet

In der Begründung der Suspendierung seitens Facebook, gibt das Unternehmen an, im Jahr 2015 von der Umfrage-App "thisismydigitallife" in Kenntnis gesetzt worden zu sein. Über diese App wurden die Daten an Cambridge Analytica weitergegeben. 270.000 Leute haben sie heruntergeladen und gleichzeitig sehr private Informationen wie Likes, Status und manchmal sogar private Nachrichten weitergegeben.

Hinzu kam, dass auch die Profile darunter Freunde darunter vielen – ohne Einverständnis. Schlussendlich verkaufte der Gründer der App und Psychologieprofessor an der University of Cambridge, Aleksandr Kogan, die Daten an Cambridge Analytica. Über 50 Millionen Profile, vorwiegend amerikanische, sind davon betroffen.

Konsequenzen für Facebook und Cambridge Analytica

Sowohl Mark Zuckerberg als auch Alexander Nix von Cambridge Analytica müssen nun mit starken Konsequenzen und langen Anwaltsdiskussionen rechnen, so Adam Schiff, Top-Demokrat im House Intelligence Committee. Der Fall Cambridge Analytica soll genaustens untersucht werden und Facebook muss beantworten, warum es private Nutzerinformationen an Akademiker, die mit Russland in Verbindung stehen, weitergegeben habe.

Auch in den sozialen Netzwerken herrscht Aufruhr. Die Anwältin Maura Healey verlangte ebenfalls wie Schiff eine Untersuchung und eine Antwort seitens der beiden Unternehmen. (red, 19.03.2018)