Beim Free-To-Play-Shooter "Warframe" wurde 2014 ein Bezahlelement integriert, bei dem das Studio schnell wieder einen Rückzieher machte, da es zu gut funktionierte.

Foto: Warframe

Bei einem Free-To-Play-Titel eine faires Bezahlelement hinzuzufügen, ist oftmals keine leichte Aufgabe. Eine tragende Rolle hinsichtlich anständiger Bezahlpolitik nimmt wohl "Warframe" ein. Der Shooter kann immer mehr Nutzer anziehen – nicht zuletzt, weil dieses ein faires Free-To-Play-Game ist.

Fellmuster von Tieren

Allerdings haben die Entwickler auch Fehler gemacht, wie sie gegenüber dem Gaming-Medium Kotaku eingestanden. So wurden im Laufe der Zeit Tiere in das Game integriert, die bei Missionen helfen konnten. Der Spieler konnte bei diesen ein unterschiedliches Fellmuster festlegen – allerdings kostete dies 10 Stück der In-Game-Währung oder eben 0,67 Dollar.

"Was haben wir getan?"

Der Clou dabei war allerdings, dass diese Muster nicht auswählbar waren, sondern zufällig generiert wurden. Jede Neuberechnung musste allerdings aufs Neue bezahlt werden. Diese Zufälligkeit brachte allerdings Konsequenzen mit sich, wie die Entwickler schilderten. "Ein Typ hat etwa 200 Mal den Schalter für die Neugenerierung betätigt. Wir dachten uns dabei 'Oh mein Gott, was haben wir getan?", erzählt Studio Manager Sheldon Carter.

Mittels Hotfix entfernt

"Im Grunde haben wir dabei einen Glücksspielautomaten geschaffen – nach ein paar Tagen haben wir diese Funktion wieder entfernt", schildert er weiter. Zwar war das Feature für das Studio sehr lukrativ, allerdings entsprach es nicht dem, was das Spiel ausmachte. Mittels Hotfix wurde der Fehler ausgebessert und diente als Learning für die weitere Entwicklung von "Warframe". (red, 23.03.2018)