Die EU will Verzerrungen durch Förderungen zwischen großen und kleinen Landwirtschaftsbetrieben künftig eindämmen.

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Wien/Brüssel – In Vorbereitung eines neuen Förderregimes für die Landwirtschaft, das nach dem Brexit ab 2020 wirksam wird, sickern erste Details durch. Manches deutet darauf hin, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auf eine Deckelung bei den Direktzahlungen an die Bauern zusteuert. Offen scheint nur noch die Höhe zu sein, wo gekappt wird.

Das zeigte sich einmal mehr am Freitag bei einer Veranstaltung in Wien, an der Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und auch der aus Südtirol stammende Berichterstatter des EU-Parlaments in dieser Angelegenheit, Herbert Dorfmann (SVP), teilnahmen. Beide wollten über die Höhe der Deckelung nicht spekulieren, sagten aber, ein Deckel sei zur Vermeidung von Verzerrungen zwischen groß- und kleinstrukturierter Landwirtschaft notwendig.

Laut einem Brüsseler Gesetzentwurf, der vor kurzem publik wurde, soll ein Landwirtschaftsbetrieb nur noch maximal 60.000 Euro pro Jahr an Direktzahlungen erhalten. Nach dem EU-Austritt Großbritanniens, eines der großen Nettozahlerländer, wird wohl auch das Agrarbudget insgesamt Federn lassen müssen. (stro, 28.4.2018)