Der Marillenbaum im elterlichen Garten ist fast abgeerntet. Marillenknödel wurden gekocht, Kuchen gebacken und viele Gläser mit Marmelade gefüllt. Die Nachzügler habe ich gemeinsam mit Topfen zu einem Strudel verbacken.

Der Topfen-Marillen-Strudel ist vor allem in der Wachau sehr verbreitet, wo die Marillen über ein EU-Herkunftszertifikat verfügen und auch dementsprechend vermarktet werden. Bei manchen Rezepten wird Blätterteig verwendet, doch mit Strudelteig schmeckt das Dessert einfach leichter und hat ein gewisse Luftigkeit.

Ambitionierte BäckerInnen werden den Teig selber machen, ich habe einen Fertigteig aus dem Kühlregal verwendet. Damit die Masse während des Backens nicht auseinanderquillt, habe ich den Strudel zum Backen in einer Auflaufform gelegt. Wie viele Marillen man in die Fülle gibt, ist Geschmacksache. Ich plädiere im Zweifelsfall dafür, ruhig etwas mehr zu nehmen.

Für zwei Strudel benötigt man 6 Blätter Strudel-, Jufka-, oder Filoteig, 300 g Marillen (oder mehr), 500 g Topfen (20 % Fett i. Tr.), 120 g Butter (weich), 90 g Zucker, 20 g Vanillezucker, 4 Eier, 1/8 l Sauerrahm, Saft und Schale einer halben Zitrone, flüssige Butter und Staubzucker.

Für die Fülle Butter mit dem Zucker cremig rühren, die Eier trennen und die Dotter einzeln in die Masse mixen.

Die Eiklar schaumig rühren, den Vanillezucker beigeben und zu steifen Eischnee schlagen.

Foto: Helga Gartner

Topfen, Sauerrahm, Zitronenzesten und -saft mit der Butter-Zucker-Masse vermischen und den Schnee unterheben.

Foto: Helga Gartner

Auf ein feuchtes Geschirrtuch ein Strudelbaltt legen, dieses mit flüssiger Butter bepinseln, das nächste Teigblatt auflegen, ebenfalls mit Butter bepinseln und mit einem dritten Strudelblatt ebenso verfahren.

Die Hälfte der Topfenmasse aufstreichen, dabei die hintere Längskante etwa 10 Zentimeter aussparen.

Foto: Helga Gartner

150 g der gewaschenen, entsteinten und geachtelten Marillen darauf verteilen. Das Geschirrtuch auf der vorderen Längskante anheben und so den Teig zu einer Rolle formen.

Mit den restlichen Zutaten den zweiten Strudel ebenso zubereiten.

Foto: Helga Gartner

Eine rechteckige Form mit flüssiger Butter einfetten. Die beiden Strudel hineinlegen. Gegebenenfalls auf die Länge zuschneiden und stückeln. Beim Backen verbinden sich die Enden ohnehin.

Die Auflaufform sollte genau die beiden Strudel fassen, damit sie sich nicht in die Breite ausdehnen können, sondern in die Höhe aufgehen.

Den Strudel mit flüssiger Butter bestreichen.

Foto: Helga Gartner

Das Backrohr auf 170 Grad vorheizen und den Strudel ca. 50 Minuten goldgelb backen.

Noch warm mit Staubzucker bestäuben.

Foto: Helga Gartner

Den Topfen-Marillen-Strudel lauwarm servieren.

Gutes Gelingen! (Helga Gartner, 18.7.2018)


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Foto: Helga Gartner