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Explosion, von den israelisch besetzten Golanhöhen aus gesehen.

Foto: AP/Ariel Schalit

Beirut – Im Südwesten Syriens haben Verbündete von Präsident Baschar al-Assad am Sonntag Kämpfer des "Islamischen Staates" (IS) angegriffen, obwohl diese mehrere Frauen als Geiseln genommen haben. Das berichteten Militärmedien der libanesischen Hisbollah-Miliz, die an der Seite Assads kämpft.

Das syrische Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen von Militärfahrzeugen, die in der Nähe des Kampfgebietes unterwegs waren. Auch die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich auf ein Informantennetz in Syrien stützt, teilte mit, die Armee habe die noch vom IS beherrschten Gebiete in der südwestlichen Provinz Deraa bombardiert.

IS-Enklave an Israels Grenze

Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" kontrolliert nach der unlängst gestarteten syrischen Offensive ein kleines Gebiet in Deraa nahe der Grenze zu den von Israel besetzten syrischen Golanhöhen. Am Mittwoch hatten die IS-Kämpfer von einer weiteren Enklave aus die Stadt Sweida und umliegende Dörfer angegriffen.

Mehr als 200 Menschen wurden getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. Die IS-Kämpfer nahmen dabei auch Frauen als Geiseln. Man bemühe sich auf inoffiziellen Kanälen um die Freilassung der Gefangenen, hieß es in Kreisen der Assad-Verbündeten. (Reuters, 29.7.2018)