Scharnitz/Ellmau – Nachdem am Mittwoch bereits zwei Kletterer am Wilden Kaiser in Tirol in den Tod gestürzt waren, hat ein weiterer Bergunfall bei Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) ein drittes Todesopfer gefordert. Die Person war am Nachmittag im Bereich der Westlichen Karwendelspitze abgestürzt und hatte dabei tödliche Verletzungen erlitten, sagte eine Sprecherin der Polizei zur APA.

Die Identität des Opfers war zunächst noch unklar. Die Bergung der Leiche war am Nachmittag noch im Gange.

Todesfälle auch am Wilden Kaiser

Zuvor waren zwei Personen am Mittwochnachmittag am Wilden Kaiser im Gemeindegebiet von Ellmau in Tirol (Bezirk Kufstein) in den Tod gestürzt. Die beiden wollten eine Klettertour auf den sogenannten Kopftörlgrat unternehmen, als sie südseitig abstürzten, sagte eine Sprecherin der Polizei zur APA. Nähere Informationen zur Identität der beiden Todesopfer waren zunächst nicht bekannt.

Auch zur Unfallursache lagen vorerst keine weiteren Details vor. Die Leichen der beiden Kletterer wurden am Nachmittag geborgen.

Unfall auch in Osttirol

Ein 53-Jähriger ist am Mittwoch am Großvenediger in Osttirol in eine Gletscherspalte gestürzt. Der Mann war gemeinsam mit einer 50-Jährigen unterwegs, als auf rund 3.200 Metern Höhe die Schneedecke unter ihm brach, teilte die Polizei mit. Der 53-Jährige wurde per Hubschrauber mit einer leichten Unterkühlung, sonst aber unverletzt geborgen.

Die beiden Bergsteiger wollten von der Neuen Pragerhütte aus auf dem Normalanstieg über das Schlatenkees auf den Großvenediger aufsteigen, als der 53-Jährige gegen 10.00 Uhr die Gletscherspalte überqueren wollte und dabei einbrach. Er stürzte rund sechs Meter ab und kam schließlich auf einer Schneebrücke zu liegen. Da die 50-Jährige den Verunfallten nicht bergen konnte und er auch selbst nicht in der Lage war sich zu befreien, verständigte die Frau den Hüttenwirt der Neuen Pragerhütte. Dieser alarmierte daraufhin die Rettungskräfte. (APA, 8.8.2018)