Dominik Schrott und seine Kollegen von der Tiroler Kinderwelt wollen sich weiter nicht äußern.

Foto: Parlamentsdirektion/Photo Simonis

Der Verein Tiroler Kinderwelt, der ehemalige ÖVP-Abgeordnete Dominik Schrott und der Referent des Innsbrucker ÖVP-Stadtrats Franz Gruber, Matthias Weger, reagieren seit Tagen weder auf Anrufe noch auf schriftliche Anfragen. Gegen sie steht der Verdacht im Raum, Landesfördergelder in der Höhe von 24.000 Euro, die der Verein für die Erstellung einer Homepage zum Thema "Wandern mit Kindern" erhalten hat, als versteckte Wahlkampffinanzierung missbraucht zu haben.

Tirol-Ableger von Homepage gelöscht

Die Tiroler Kinderwelt scheint mittlerweile nicht mehr auf der Website des bundesweiten Vereins Österreichische Kinderwelt auf. Nach Bekanntwerden des Verdachts habe man den Tiroler Ableger sowie dessen Obmann Schrott von der Homepage gestrichen, sagt Bundesobmann Matthias Zwittag. Wie der STANDARD berichtete, prüft nun das Land Tirol, ob die Förderung ordnungsgemäß verwendet wurde. Wahlkampffinanzierung, wie in Tirol vermutet wird, kann Zwittag über seinen Verein, der eine Vorfeldorganisation der JVP ist, "zu 100 Prozent ausschließen".

Die Causa Schrott nimmt er zum Anlass, "genauer hinzuschauen", was die Ländervereine machen. Einblick in die Geschäfte des Bundesvereins gibt Zwittag nicht. "Wir geben weder über Kunden noch über Lieferanten Auskunft", sagt der Inhaber der Agentur Siwa Online. Deshalb sage er auch nicht, ob seine Agentur Aufträge von der Kinderwelt erhalten hat. In Tirol vergab Schrott Aufträge an die Agentur, deren Mitarbeiter er war. (Steffen Arora, Jutta Berger, 29.8.2018)